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Femi-schismus

Mariam Lau schreibt in der Welt einen kritischen Artikel zu Alice Schwarzer in der Welt (via Genderama). Alice Schwarzer ist eine kontroverse Figur des Zeitgeschehens: Sie erwarb sich unbestreitbare Verdienste um die Gleichberechtigung der Frauen; auf der anderen Seite hat sie sich mit Äußerungen selbst desavouiert, die jedem zur Empathie fähigen Menschen, Feminist oder Macho, die Kinnlade herunterklappen lassen müssten. So hetzte sie als Apologetin der sogen. „schleichenden Islamisierung Europas“ gegen Muslime und befürwortete schwerste Körperverletzung, so lange sie sich nur gegen Männer richtet. Das ist nicht gut, aber die Welt ist nicht schwarzweiss und viele Personen der Zeitgeschichte, von Martin Luther bis Friedrich Nietzsche waren kontroverse Persönlichkeiten.

alice_bildSo siehts aus… (Bild-Bildquelle)

Was ich grundsätzlich nicht verstehen kann, ist, dass bei jeder Kritik an ihrer Säulenheiligen sofort Feministen anrücken, und zwar mit Vorwürfen, die so altbacken sind, dass, wären sie eine Art Brötchen, man sich vermutlich alle Zähne ausbeissen würde. Und hier fängt die Kritik an, dem man dieser Art von Feminismus machen muss: Offensichtlich sind sie, die Feministen, eben keine empathie-fähigen Menschen, jedenfalls nicht, was das Darüber-Hinaus-Denken ihrer Geschlechterrolle betrifft. So schreibt die eigenbezeichnete „Feministin Christina Passberger“ im Kommentarbereich des Welt-Artikels:

„…gehören Sie etwa selbst noch zu den ,Alt-Paschas, an denen die Moderne spurlos vorbeigelaufen ist ?“

„Und Feminismus als totalitäre Ideologie zu bezeichnen ist ja wohl der Gipfel.“

„Als totalitäre Ideologie bezeichne ich es, wenn z.B. islamistisch gepolte Männer ihren Frauen im Namen der Religion verbieten, mit anderen Männern zu sprechen oder überhaupt am gesellschaftlichen Leben in Deutschland teilzunehmen.“

Die eine Sache ist die, dass eine Kritik an Alice Schwarzer einen offensichtlich automatisch in den Stand eines „Pascha“ erhebt. Geschenkt. Die andere Sache, die einem auch in der Diskussion mit sogen. „Islamkritikern“ immer wieder begegnet, ist: Was für einen Unterschied macht es eigentlich, ob Leute wie „Christina Passberger“, den Islam zur „totalitären Ideologie“ erklären und darauf ihre „Islamkritik“ aufbauen? Macht das den Islam in irgendeiner Weise weniger zur Weltreligion, weil offenbar hervorragend dafür qualifizierte Experten den Islam diesen Status aberkennen? Entweder sind alle Religionen „Ideologien“, oder keine. Und da Frau Passberger ja so eine Expertin ist, ist ihr die Geschichte des europäischen Feminismus natürlich vertraut und sie weiss, dass patriarchale Gesellschaftsentwürfe selbstverständlich ausschliesslich auf den Islam beschränkt sind…

Um ihrem Kommentar die Krone aufzusetzen, garniert sie ihn mit einem Verwurf, der in etwa so originell ist wie eingeschlafene Füße:

„Fakt ist, das sagt jede Statistik, dass Frauen die Führungsetagen noch lange nicht hälftig mit Männern erreicht haben. Frauen haben es aufgrund der immer noch besser funktionierenden Seilschaften von Männern in der Tat schwerer, dort anzukommen. Unmöglich ist es Gott sei Dank nicht mehr.“

ICH habe auch keinerlei Chance darauf, jemals im Vorstand eines großen börsennotierten Unternehmens zu sitzen. Aber da ich ein Mann bin, darf ich mich noch nicht mal darüber beschweren, schließlich bin ich grundsätzlich daran Schuld, dass Frauen in Führungsetagen statistisch unterrepräsentiert sind. Häh? Was haben denn die entsprechenden oligarchischen Seilschaften, die da aktiv sind, mit den Geschlechtern zu tun? Und wenn der Geldadel eine gewisse Art von Frauenquote einhalten würde, bei dem sich gegenseitigen Posten-Zuschachern, dann wäre das moralisch plötzlich viel mehr ok, ja?

Was die Frau Feministin Passberger grundsätzlich nicht zu verstehen in der Lage ist, ist nämlich, dass ihre Behauptung:

„Feminismus ist die Forderung nach uneingeschränkter Gleichheit von Rechten und Pflichten von Frauen und Männern.“

einer Quadratur des Kreises gleichkommt. Eine „uneingeschränkte Gleichheit“ liesse sich nur unter möglichst vollständiger Ignoranz der Geschlechter herstellen. Wie sollte eine Feministin wie Frau Passberger je dazu in der Lage sein? Dass sie eine Frau ist und ich ein Mann, ist nämlich weder ihr Verdienst noch meine Schuld oder andersherum – sondern ein genetischer Zufall.

PI-entology – die politisch inkorrekte Religionsausübung

Was ist los bei den „politisch inkorrekten“ Damen und Herren von pi-news.net? Da verwechselt man, absichtlich oder nicht, zwei Zeitungsartikel aus der Welt und strickt sofort eine gewaltige Verschwörungstheorie daraus:

„Die Exekution dreier moslemischer Massenmörder in Indonesien hat nicht nur unter den Frommen des Landes, sondern auch in der Redaktion der Welt für Unruhe gesorgt. [...] die Mutter eines der hingerichteten Bali-Terroristen (bekannte) wahrheitsgemäß [...], ihr Sohn habe nur getan, was der Islam verlange, nämlich Ungläubige zu töten. Das war der Wahrheit zu viel. Am Montag morgen wurde der Artikel gelöscht und durch eine begradigte Darstellung ersetzt, die die Friedfertigkeit der fiktiven Mehrheit der Muslime betont. Ganz kann man aber doch den Jubel zahlreicher Einzelfälle zum Eingang der Massenmörder ins muslimische Paradies nicht unter den fliegenden Teppich kehren.“

Ganz besonders apart finde ich übrigens die Wendung „…unter den fliegenden Teppich kehren.“ Hier wird der PI-Autor Opfer seiner Phrasendrescherei, denn man kehrt etwas unter den Teppich, um es zu verstecken, in der Hoffnung, dass dieser nie angehoben wird; was für einen Sinn sollte es haben, so etwas mit einem „fliegenden Teppich“ zu versuchen?

Die Gefolgschaft der PI-Eiferer im Kommentarbereich ergänzt natürlich sofort:

#75 Zallaqa (10. Nov 2008 21:43) „Der Islam ist gefährlicher als jede andere Weltanschauung. Wenn man die kulturellen Unterschiede zwischen den Wüstengegenden aus dem der Gründer des Terrorismus Mohamend entstammt und der Inselwelt Indonesiens betrachtet dann kann man nur sagen: Nicht die Menschen sind das Problem sondern der Islam ist das Problem; überall wo diese Weltanschauung Anhänger findet und sich ausbreiten kann herrscht Mord und Totschlag. Wann werden Moslems bzw. der Islam endlich verboten. Das ist keine Religion sondern einfach ein Terrorkonzept!“

#77 KarlMiller   (10. Nov 2008 23:31) „Das ist in Deutschland doch seit eh und je Sitte, die Nachrichten immer auch gleich schon in mit der dazugehörigen “richtigen” Deutung zu übermitteln.“

#78 ComebAck   (11. Nov 2008 02:37) “ ‘Selbstverständlich wäre der Terror zu vermeiden, indem man ihn konsequent verbannt. Alles uslime ausweisen und Mauer um Europa. Fertig!’ ich darf ergänzen:Der Einsatz nicht konventioneller Munition an ganz bestimmten Brennpunktes des Terrors sollte auch in Erwägung gezogen werden.“

#79 danton   (11. Nov 2008 06:39) „Der sogenannte Presserat und der unsägliche Pressekodes, dieses Manipulationsinstrument, das dem Lug und Trug Tür und Tor öffnet, gehören sofort ersatzlos abgeschafft!
Unser Recht auf vollständige, unverfälschte und objektive Information sowie auf Meinungsfreiheit wird durch diese verlogenen Presserat-Jakubiner völlig ad absurdum geführt!“

#80 byzanz   (11. Nov 2008 09:50) „Die Wahrheit lässt sich auf Dauer NIE verbergen. Auch wenn die volkspädagogischen Vernebelungsversuche noch so massiv sind: Die “Ungläubigen” in Europa registrieren mehr und mehr, dass der Islam eine faschistische, gewaltverliebte, intolerante und gemeingefährliche Ideologie ist. Wer was anderes behauptet, ist ein LÜGNER. Punkt.“

Der Islam ist keine Religion, sondern eine terroristische Ideologie (und der, der festlegt, was Religion sein darf und was nicht, das bin ich, ich, ich) und der Moslem an sich gehört verboten. Die gutmenschlich- linksgrünmuselfaschistische Dhimmi-Mainstreampresse verschweigt und verfälscht Nachrichten und handelt damit im volkspädagogischen Auftrag auf Anordnung der übergeordneten Eurabia-Weltverschwörung, weil Politiker und Wirtschaftsführer – aus welchen Gründen auch immer – den Plan gefasst haben, Europa zu islamisieren… Blablabla. Mantra-artig wiederholt die PI-Sekte ihre Glaubensbekenntnisse, die auch der kritische PI-Leser schon seit Jahren kennt und vorwärts und rückwärts kotzen könnte. Und das völlig unbeeinflusst von der Realität: Da die heilige PI-bel unzweifelhaft immer recht hat – immerhin nur ein von Amteuren geschriebener Weblog – muss es die gesamte Außenwelt sein, die sich gegen die tapfere kleine Schar der letzten Aufrechten und einzig wahren Hüter der einzig wahren Wahrheit verschworen hat.

Die PI-linge sollten begreifen, dass die meisten Leser PI nur als Unterhaltungsmedium begreifen und sich königlich über diesen billigen Verschwörungsmatsch und die Leute, die das ernst nehmen, amüsieren. Es bliebe nur zu hoffen, dass dann möglichst viele der PI-linge den Ausstieg aus ihrer Parallelwelt wieder schaffen.

Mediale Vergewaltigungsopfer

Leider, leider habe ich im Moment keine Zeit für tiefschürfende Textanalysen. Denn dieser Phallisch Inkompatible (PI) Artikel haut mich echt vom Hocker. Kurz zusammengefasst:

Roland Koch hat die Wahl in Hessen verloren, weil der öffentlich-rechtliche Rundfunk gleich einem Triebtäter manisch über jeden armen Konservativen dieses Landes herfällt und ihn medial vergewaltigt.

So weit, so Pathologisch Irrational (PI). Was mich dabei jedoch am meisten verwirrt, ist: Gibt es nicht mal mehr im stramm rechtskonservativen Lager noch echte Männer? Nur noch heulende Memmen, die, wenn etwas nicht läuft wie geplant, alles auf das böse, böse Umfeld schieben, statt zu sagen: Gut. Hab ich wohl die Situation falsch eingeschätzt. Ist halt wie es ist. Das Leben geht weiter… ?

Ich meine, wie unaussprechlich armselig muss man eigentlich sein, um sich bzw. das eigene rechtskonservative Lager als mediales Vergewaltigungsopfer zu inszenieren?

Eigentlich fällt mir dazu nicht mehr viel ein.

Ist die Supernanny mitschuldig an der Islamisierung Europas? Wie Politische Inquisition (PI) funktioniert…

Ey, isch schwör, Alter… weder Überschrift noch Thematik des Beitrags passen zum Niveau dieses Blogs (ich bin mir sicher, es gibt irgendwo eins…) Frau Saalfranks Sendung kenne ich nur vom durchzappen, überhaupt gehen mir diese ganzen langweiligen „DokuSoaps“, mit denen ausgerechnet die Privatsender vordergründig die Bevölkerung erziehen wollen, schwer auf mein empfindliches Nervenkostüm. Es soll hier aber nicht um boulevardeske TV-Formate gehen, sondern um den grotesken, rektalen Ausfluss einer bestimmten -eigentlich marginalen- neurechten Ecke, der im Moment, mit tatkräftiger Unterstützung der Springer-Presse, der FAZ und dem wahlkämpfenden hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, in den Mainstream der politisch-publizistischen Debatte um die „jugendliche Migrationshintergrundsgewalt“ gespült wird. Wie diese Politische Inquisition (PI) funktioniert, und dass ihr eigentlich jeder, der tatsächlich oder scheinbar nicht auf Linie dieser neurechten Hetzergemeinde liegt, zum Opfer fallen kann, zeigt der im folgenden zitierte Artikel „Die rote Super-Nanny“ symptomatisch. Es reicht, Zusammenhänge zu verdrehen, zu unterstellen, zu lügen, Opfer zu instrumentalisieren, und fertig ist der Pranger, an dem der zum Feind auserkorene Mensch steht, der dann von erregten kleinbürgerlichen Geistern mit Schmutz, übelriechenden Parolen und schlechten Witzen beworfen werden kann.

Die Faktenlage ist simpel. Deutschlands größtes Online-Boulevardmagazin Spiegel Online interviewt Deutschlands größte Vorzeige-TV-Pädagogin Katharina Saalfrank bezüglich der Mediendiskussion zur jugendlichen Migrationshintergrundsgewalt, das ganze wird dann auf Deutschlands größtem politischen Hetzblog PI zweitverwertet (und hier jetzt gewissermaßen drittverwertet). Wohlgemerkt, SpOn befragt Frau Saalfrank ausdrücklich als Pädagogin, wie aus dem Untertitel „Deutschlands oberste Fernseherzieherin ist böse…“ in Springpiegel-typischer Manier klar hervorgeht. Für PI-“Gastautor Micha“ steht Frau Saalfrank auf einer Liste einer Reihe von „Volksfeinden“, welche in der von ihm prognostizierten Zukunft in einem von ihm prognostizierten

„…Buche steht. Und zwar in einem Buch, das so etwa in 50 Jahren im Rest der freien Welt erscheinen wird und zu erklären versucht, wie es dazu kommen konnte.“

Aus dem weiteren SpOn-Untertitel:

„…schimpft Katharina Saalfrank über die Unions-Debatte zum Thema Jugendgewalt – und erklärt, warum bei ihr nie ausländische Problembälger auftreten.“

meint „Micha“, man könne

„…zwischen den Zeilen [lesen, dass], “ausländische Problembälger” [...] im Vergleich zu “einheimischen Problembälgern” kaum vor [-kommen]…“

Die Antwort auf die SpOn-Frage, was denn die „Supernanny“ von Roland Kochs Wahlkampagne halte:

Saalfrank: „Herr Koch betreibt Wahlkampf auf dem Rücken der Jugendlichen. Was er fordert, ist für meine Begriffe eine reine Katastrophe – vor allem für die Jugendlichen. Offensichtlich hat Koch überhaupt keine Ahnung davon, was die Jugend für eine sensible Lebensphase ist [...]„

hat für „Micha“ natürlich nur eine Erklärung:

„Frau Saalfrank, die Rolle der Täterversteherin füllen Sie prima aus, das Opfer zu verstehen fällt Ihnen offensichtlich schon schwerer.“

Dann er brilliert mit seinen „anatomischen Grundkenntnissen“:

„…der Schädel [ist] eine sensible Körperregion [...], wenn mit voller Wucht dagegen getreten wird…“

Wer hätte das gedacht… Bei „Micha“ scheint die „sensible Körperregion“ weniger der Schädel als vielmehr dessen Inhalt zu sein, denn: Der tatsächliche Grund, warum Frau Saalfrank zu den jugendlichen Tätern (des U-Bahn-Überfalls in München) Stellung bezieht, ist natürlich, dass sie ausdrücklich als Pädagogin für schwererziehbare Jugendliche befragt wird, wie aus dem Untertitel auch klar hervorgeht. Jedenfalls für den, der lesen kann und will. Kontexte wie berufliche Hintergründe spielten für PI ja noch nie eine Rolle, außerdem bekennt Frau Saalfrank jetzt sowieso ihr Zentralverbrechen:

SpOn: „Sind Sie noch Mitglied in der SPD?“
Saalfrank: „Ja, noch bin ich nicht ausgetreten. Und das habe ich auch nicht vor.“

SpOn: „Wie wollen Sie denn der Jugendgewalt begegnen?
Saalfrank: Die Situation wird sicherlich nicht dadurch entschärft, dass Leute weggesperrt werden. Die entscheidende Frage ist, warum Menschen aggressiv und straffällig werden [...]„

Was Frau Saalfrank hier (wahrscheinlich) meint, ist, dass eine Verschärfung des Strafrechts nicht zu weniger Kriminalität führt. Höhere Strafen haben keine Abschreckungswirkung, zahlreiche Untersuchungen zeigen dies, weswegen sich Experten eindeutig gegen eine Verschärfung des Jugendstrafrechts aussprechen. Das sind natürlich schon wieder Kontexte, die „Michas“ „sensibelste Körperregion“ überanstrengen, deswegen hilft er sich lieber mit einfacher Logik:

„Wenn die Schläger [...] rechtzeitig hinter Gitter oder [...] über die Grenze gewandert wären, hätte es die 100 Straftaten, [...] weniger gegeben. [...] für die 100 Opfer (ja, zu jeder Straftat gehört auch ein Opfer! Schon mal gehört?) 100 entschärfte Situationen gegeben hätte [...]: die Straftaten hätten einfach nicht stattgefunden!“

Wenn man Straftäter einsperrt, bevor sie Straftaten begehen, begehen sie keine Straftaten… Und wenn man den Rechtsstaat kritisiert ohne zu wissen, was ein Rechtsstaat überhaupt ist, läuft man Gefahr, sein wahres Gesicht zu zeigen…

„Für die Opfer ist die entscheidende Frage, warum man die Straftäter wieder und wieder und wieder und wieder (hier bitte mal durchschnittlich 50 ‘wieders’ denken) lässt!“

Die beiden Intensivstraftäter von München wurden nicht angeklagt und freigesprochen, sondern die Gerichtsverhandlungen kamen gar nicht erst (oder noch nicht) zustande. Zwischen der Verschleppung von Gerichtsverfahren, aufeinanderfolgenden „Bewährungs-“strafen aufgrund mangelnder Gefängniskapazitäten und dem Strafrecht besteht überhaupt kein Sinnzusammenhang. Es sei denn, man konstruiert einfach einen, redet von „zu gnädigen Richtern“, „zu laschen Gesetzen“ und hofft, das Leute darauf hereinfallen, die mit ihren „sensibelsten Körperregionen“ dieselben Schwierigkeiten haben wie Freund „Micha“. Ursachen für wie oben genannten Zustände dürften wohl eher bei Einsparungen in der Justiz zu finden sein, sowohl in Bayern als auch anderen Bundesländern.

Saalfrank: „Und was die Herkunft angeht: Es schlagen genauso viele deutsche Jugendliche.Die Debatte wäre sicherlich nicht im doppelten Sinne so hochgekocht worden, wenn deutsche Jugendliche die letzten Überfälle begangen hätten.Mir ist der ethnische Hintergrund erst einmal egal. Als Pädagogin setze ich bei den Eltern an und betreibe Ursachenforschung – und gerade bei Kindern unter 14 Jahren hat man noch gute Chancen die Eltern zu erreichen.“

Das Frau Saalfrank bei ihrer Arbeit als Pädagogin objektiv vorgeht und die „Herkunft“ ihrer Schützlinge keine Rolle spielt, das ist für „Micha“ nun der Gipfel der Unverfrorenheit. Da er ein gewiefter Mathematiker ist, der schon den Dreisatz beherrscht, hängt er sich an der Formulierung „genauso viele“ auf und beweist uns:

„Tut mir Leid, Frau Saalfrank, jetzt wird es ein wenig mathematisch. Ich weiß, das kommt in Ihren Glaubenssystemen nicht vor – Glauben ersetzt bekanntlich Wissen – , aber versuchen Sie mir trotzdem mal zu folgen. Wenn die Bevölkerung mal angenommen aus 20% Migranten und 80% ‘Eingeborenen’ besteht,dann dürften nur 20 von 100 Schlägern einen Migationshintergrund haben. Sind es aber gleichviel, also 50 von 100 [...], das macht mitgerechnet eine VIERMAL höhere Gewaltneigung…“

Gut. Frau Saalfrank hat einen Fehler gemacht, sie hätte statt „genauso viele“ sagen müssen: „es schlagen mehr deutsche Jugendliche“. Dass sie sich damit der Kritik von Dreisatzverstehern aussetzt, hat sie vermutlich nicht bedacht. Was „der Micha“ bei anderen Leuten nicht ok findet, nämlich ungenaue Annahmen zu machen und damit zu argumentieren, findet er bei sich aber selbst offenbar weniger schlimm: Er geht nämlich von „…20% Migranten und 80% ‘Eingeborenen’…“ aus, tatsächlich beträgt der Anteil ethnischer Deutscher an der Wohnbevölkerung 91,5% (2007 est.; CIA World Factbook).

Um zu wissen, worüber man überhaupt redet, sollte man zunächst die Fakten kennen. Hier mal ein kleiner „kriminalstatistischer“ Exkurs:

Die polizeiliche Kriminalstatistik 2006 weist bei 14-21-jähriger Tatverdächtigen einen nichtdeutschen Anteil von 17% aus. Wobei sich „nichtdeutsch“ auf die Staatsangehörigkeit bezieht und nicht auf den „Migrationshintergrund“: Von 2000 (Reform des Staatsbürgerschaftsrechts) bis 2006 wurden rund 1 Mio. Menschen, also etwa 1,2% der Gesamtbevölkerung eingebürgert. Da insgesamt 8,5% der Wohnbevölkerung nichtdeutscher Herkunft minus 1,5% Eingebürgerter (wegen des fehlenden Jahres 2007 aufgerundet) ergeben sich 7% der Wohnbevölkerung ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Diesen 7% wird ein Anteil von Jugendkriminalität von 17% zugeschrieben. Damit ist der Anteil nichtdeutscher jugendlicher Straftäter, bezogen auf den Bevölkerungsanteil, höher: 93% „Staatsangehörige“ begehen 83%; 7% „nicht-Staatsangehörige“ 17% der Jugendstraftaten. Also begehen rund 13mal mehr „Staatsangehörige“ nur 5mal mehr Jugendstraftaten; Jugendkriminalität geht damit in etwa zweieinhalb so häufig von „nicht-Staatsangehörigen“ aus. Was die Ursachen für diese erhöhte Rate angeht, kommt diese Studie, die im Unterschied zu den Zahlen „Michas“ statt auf „Annahmen“ auf Umfragen, Quellenangaben und falsifizierbaren Operatoren basiert, zu folgendem Schluss:

„Die berichteten Ergebnisse zu den Ursachenfaktoren gewalttägen Verhaltens lassen sich wie folgt zusammenfassen: Deutsche Jugendliche bilden bei fast allen Indikatoren die am wenigsten belastete Gruppe. Soziale Benachteiligung, gewaltförmige Erziehung, problematische Persönlichkeitsfaktoren usw. sind bei Deutschen weniger verbreitet. Auf der anderen Seite gibt es aber keine nichtdeutsche Gruppe, die sich als durchgehend auffällig erweist. Insofern existieren gruppenspezifische Belastungen. Türkische Jugendliche sind häufiger von einer schlechten ökonomischen Lage und von geringerer Bildungsintegration betroffen [...]“ (S. 32)

Aber nach Fakten zu recherchieren, diese in Beziehung zueinander zu setzen und damit nachvollziehbar zu argumentieren, das können wir weder von unserem Dreisatzexperten noch von PI erwarten:

„Aber haben wir wirklich gleich viele ausländische und deutsche Schläger? Allein wenn ich die Vergewaltigungsrate in Berlin mit über 80% Migrantenanteil sehe, hätte ich da meine Zweifel.“

Quelle? Quelle? Da ist sie: Polizeiliche Kriminalstatistik Berlin 2006 (S. 15) Nichtdeutscher Anteil bei Sexualdelikten in Berlin: 39% . Aber… wie war das doch, Freund „Micha“?

„…Glauben ersetzt bekanntlich Wissen…“

Genau.

Aber leider ersetzt bei Politisch Indiskutabel (PI) und „Micha“ nicht nur der Glaube das Wissen, sondern sehr viel stärker noch die Hetze. Das die PI-Macher dabei kein Tabu kennen, haben sie oft genug bewiesen und wozu das im Kommentarbereich führt, ist hier und neuerlich hier dokumentiert.

„Mir ist der ethnische Hintergrund erst einmal egal.“

hatte Frau Saalfrank im obigen Kontext gesagt.

„Das merkt man. So egal wie die Opfer oder noch egal-er?“

erwidert Horst „Micha“ darauf. Nicht nur das er hier und im folgenden Satzfetzen aus den Interview-Antworten willkürlich auseinanderreisst und neu zusammensetzt, nein, dieser Satz will uns sagen: Die erhöhte Jugendkriminalitätsrate von Migrationshintergründlern nicht durch deren „artfremde“ Kultur zu erklären ist gleichbedeutend mit Gleichgültigkeit gegenüber den Gewaltopfern. Dabei lautet die simple Wahrheit in diesem speziellen Fall Frau Saalfranks, dass sie Pädagogin ist und sicher daher mit Jugendlichen und nicht mit Rentnern beschäftigt.

SpOn: „[...] Wie wollen Sie zum Beispiel an eine türkische Problemfamilie in Berlin-Neukölln rankommen?“
Saalfrank: „Problemfamilien gibt es nicht. Es gibt aber schwierige Situationen und ungünstige Voraussetzungen. Wichtig ist, immer wieder Angebote zu machen – auch wenn das für uns Pädagogen anstrengend ist.“

Dem letzten Satz widmet der PI-Autor einen ironischen Exkurs, denn er hat Frau Saalfrank durchschaut:

„Lieber Herr Pensionär, wenn Sie glauben, sie haben es als Opfer nicht leicht: bitte nehmen Sie doch einmal zur Kenntnis, wie sehr man sich um Sie bemüht! [...] nimmt sich Frau Saalfrank auch noch die Zeit, Ihnen zu erläutern, dass es nicht die Opfer, sondern die Pädagogen sind, die die Last dieser Sozialexperimente zu tragen haben, denn:
“Wichtig ist, immer wieder Angebote zu machen – auch wenn das für uns Pädagogen anstrengend ist.”

Könnten Sie daher also vielleicht etwas leiser jammern? [...]

(Und nun ganz im Ernst: bitte nehmen Sie, falls Sie diesen Text lesen sollten, meine Entschuldigung dafür entgegen, mich hier zu Ihrem unglaublichen Erlebnis so sarkastisch auszulassen. [...] wird mir trotz des Sarkasmus’ schlecht – aber Leute wie Frau Saalfrank [...] meinen das auch noch ganz im Ernst – und es geht ihnen prächtig dabei!)“

Gestatten, mein Name ist Überlegenheit. Moralische Überlegenheit. Auch wenn ich Sie, wertes Opfer, vielleicht ein ganz klitzekleines bisschen als politische Waffe gegen „Überfremdung“ und „Linksgrünfaschistischgutmenschliche Sozialexperimente“ instrumentalisiere.

SpOn:“Nehmen wir mal an, Sie dürften eine einzige politische Maßnahme durchdrücken. Welche wäre das?“

lautet des Journalisten Thosten Dörtings Frage und:

Saalfrank: „Es muss gut ausgestattete Beratungsstellen geben und gut ausgebildete Pädagogen, die sich um Eltern und Kinder kümmern. Das heißt: Es geht ums Geld, nicht nur – aber auch! Und nicht nur um mehr, sondern das Geld muss anders verteilt werden. Und es muss ein wertschätzender Umgang mit den Menschen stattfinden – keine staatliche Kontrolle. In der derzeitigen Debatte fühlen sich viele Migranten sicherlich angegriffen. Das ist respektlos, kontraproduktiv und nicht zielführend.“

…Katharina Saalfranks Antwort. Was dreht Permanent Indoktrinierend (PI) daraus? Der Autor zitiert nur die letzten beiden Sätze und erwidert:

„Da habe ich doch glatt etwas falsch verstanden. Der Rentner wurde gar nicht angegriffen? Das waren vielmehr die Prügler, die angegriffen wurden? Ach ja, das hat uns Jessen von der ZEIT ja auch schon mal erklärt, aber das habe ich wohl einfach nicht verstanden.“

What the heck does that mean? Does the Supernanny talks in a foreign language you aren’t able to understand, dude? Where does she mention one single word of that crap you try to infiltrate here?

SpOn: „In Ihrer Sendung hält die Kamera auch beim schlimmsten Familienkrach respektlos drauf und baut so gesellschaftliche Hemmschwellen ab.“
Saalfrank: „Finden Sie? Ich bin etwas überrascht, weil mir diese Frage so noch nie gestellt wurde. Die gängige Kritik lautet ja eher: Wer schützt eigentlich die Kinder, wenn die Eltern das Verhalten der Kinder einer breiten Öffentlichkeit zeigen?“
SpOn: „Und?“
Saalfrank: „Ich antworte mit einer Gegenfrage: Wer schützt die Kinder, wenn niemand hinguckt? Und ich meine nicht die Fernsehöffentlichkeit, sondern Nachbarn, Lehrer, die Gesellschaft insgesamt. Ich verstehe, wenn sich der Zuschauer auch mal unwohl fühlt und denkt: Das ist mir zu intim. Und dennoch: In vielen Familien geschieht tagtäglich Gewalt. Ich möchte mit meiner Arbeit enttabuisieren.“

Saalfrank redet über ihre RTL-Sendung. Klar und erkennbar. Wiederum greift „Micha“ zwei Sätze aus diesem Zusammenhang heraus:

„Wer schützt die Kinder, wenn niemand hinguckt? Und ich meine nicht die Fernsehöffentlichkeit, sondern Nachbarn, Lehrer, die Gesellschaft insgesamt.“

…und berichtet live aus seiner imaginären Welt, in der er und die „Supernanny“ gemeinsam U-Bahnfahren:

„Ich stelle mir mal vor, ich sage etwas, wenn z.B. ein migrantischer Vater sein Kind in der Öffentlichkeit ohrfeigt. Was dann passiert, und wie Menschen wie Sie anschließend dann zu mir stehen … Oder ich stelle mir vor, ich sage etwas, wenn z.B. ein migrantischer Jugendlicher mir in einer Rauchverbotszone Rauch mitten ins Gesicht bläst … Was dann passiert, und wie Menschen wie Sie anschließend dann zu mir stehen…“

„Ich stelle mir mal vor…,“ dass Sie das und das machen… Sie Schwein! Und damit, dass „ich mir das mal vorstelle…“ habe ich ganz klar bewiesen, das Sie eine Heuchlerin sind, Frau Saalfrank, jawohl!

SpOn: „Sie nehmen für sich in Anspruch, dahin zu gehen, wo es pädagogisch weh tut. Haben Sie schon mal mit Migrantenfamilien gearbeitet?“
Saalfrank: „Natürlich! In meiner Zeit in der Familienberatung hatte ich viele Eltern und Kinder mit einem solchen Hintergrund. Im Rahmen der Sendung noch nicht.“
SpOn: „Ich sage Ihnen auch warum: Es bewerben sich zwar viele Familien, aber RTL nimmt davon Abstand. Der Sender hat uns mitgeteilt, dass er die Sendung nicht mit Untertiteln versehen will.“

Saalfrank: „Ja, ich kenne die Begründung und bedauere das. Es wäre spannend zu sehen, dass es auch in diesen Familien teilweise nicht anders aussieht als bei uns! Aber das ist nicht meine Entscheidung.“

Hier, werter Herr „Micha“, ist tatsächlich Gelegenheit, Frau Saalfrank zu kritisieren. Und zwar als Opportunistin, die sich zwar im Rahmen halbstündiger Interviews bedingungslos für die Integration von Migranten einsetzt, wenn es sie nichts kostet – gegenüber ihrem Sender RTL aber dessen fadenscheinige Begründung mit den Untertiteln einfach akzeptiert, als hätte sie als „Kopf“ der Sendung keinen Einfluss auf die Gestaltung. Oder gibt es Studien darüber, dass ein signifikanter Anteil der RTL-Zuschauer nicht lesen kann? In diesem Fall könnte ja der durchschnittliche RTL-Zuschauer auch nicht besser deutsch als viele „problematische Migrantenfamilien“, denen die „Supernanny“ auf die Pelle rücken und mal einen echten Beitrag zur Integration leisten könnte. Tatsächlich haben wir ja einen -wenn auch nicht besonders wichtigen- Fall von Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund. DAS dürfen Sie, Herr „Micha“, als neurechter „Islamkritiker“ natürlich so nicht schlussfolgern, das wäre geradezu ein Gedankenverbrechen. Deswegen bleibt bei Ihnen nur ein:

„Ach so, natürlich, Sie enttabuisieren ja nur deutsche Gewalt.“

Es wird ein Motiv unterstellt wo keines ist, denn Frau Saalfrank sagte ja deutlich:

„Ja, ich kenne die Begründung und bedauere das. Es wäre spannend zu sehen, dass es auch in diesen Familien teilweise nicht anders aussieht als bei uns! Aber das ist nicht meine Entscheidung.“

D. h. sie würde ja gerne (zumindest sagt sie das), aber man lässt sie nicht.

„Ja, beschränken wir das dann mal auf ein Bedauern. Während der Betreiber und die Autoren dieses Blogs bedroht werden, während Warner wie Ralf Giordano oder Henryk M. Broder mehr Morddrohungen gesammelt haben als diese Schläger Straftaten [...] bei Ihrer Popularität bei RTL [...], natürlich auf keinen Fall irgend etwas anderes tun, als das lediglich zu bedauern. [...]„

Tja, das ist schon eine Krux mit diesen Morddrohungen… Sie werden anonym geäußert, zurückverfolgen oder gar beweisen lässt sich meistens nix und überwiegend stammen sie von ausgesprochenen Soziopathen, die sowieso keiner Ernst nimmt, z. B. diesem. Aufgrund aller dies Eigenschaft eignen sie sich aber auch gar trefflich als „Argument“, v. a. wenn man keine hat, nicht wahr, Herr „Micha“? Was haben denn Morddrohungen gegen den Politisch Irrationalen (PI) Blogbetreiber, gegen Ralph Giordano und Henryk Broder mit der „Supernanny“ zu tun? Oder mit der Debatte um jugendliche Migrationshintergrundsgewalt bzw. die politische und mediale Ausschlachtung derselben? Was wollen Sie denn damit aussagen? Das ihre, die „islamkritische“ Front die einzig wahren Opfer sind? Das derjenige, der mehr Morddrohungen „sammelt“ eine höhere moralische Autorität besitzt? Wenn letzteres -was ich vermute- Ihrer Intention entspricht, ist es dann nicht unklug, das das PI-Weblog zu jeder missliebigen Person Kontaktdaten veröffentlicht, zumal häufig gewaltphantasmatische Kommentare aufgefallen sind?

„Und nun kommen wir zum Höhepunkt. Das absolute Highlight, quasi die Perle [...]„

SpOn: „Manche Publizisten vertreten jetzt die Meinung, dass ausländische Jugendliche aus rassistischen Motiven Gewalt gegen Deutsche ausüben. Ein Rentner wird nicht mehr angegriffen, weil er ein leichtes Opfer ist, sondern weil er ein deutsches Opfer ist.“
Saalfrank: „Ich stelle mir umgekehrt die Frage, warum wir uns der rechten Gewalt nicht genauso zuwenden. Vielfach werden Ausländer in Deutschland überfallen. Und außerdem: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück. Diese Jugendlichen werden allen möglichen Diskriminierungen ausgesetzt gewesen sein – was die Tatsache an sich natürlich nicht besser macht.“

„Das ist jetzt nicht wirklich Ihr Ernst? [...] Vielmehr ist dem Redakteur bloß ein Textbaustein aus einem Uralt-Programm hier reingeraten? [...] Dann erlaube ich mir mal eine Anleihe [...]:

Ostersonntag 2006: In Potsdam wird ein Schwarzafrikaner ins Koma geprügelt. Folgen: bundesweite Seite-1-Pressemeldungen, Solidaritätsbekundungen, Lichterketten, Warnung vor aufkommendem Rechtsradikalismus, Proklamieren von No-go-Areas im Osten, Einschaltung der Bundesanwaltschaft, Handschellen, medienwirksamer Abtransport im orangefarbigen Dress Hubschrauber…

Juni 2007: In Berlin-Neukölln wird ein Schwarzafrikaner ins Koma geprügelt. Folgen: etwas Lokalpresse, sonst nichts. Die Tatverdächtigen wurden nach der Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt.

Der Unterschied? Tatverdächtige im ersten Fall: Ostdeutsche. Tatverdächtige im zweiten Fall: türkischstämmige Migranten.

Noch Fragen, Kienzle?“

Ja. Übersieht man hier nicht das Offensichtliche?

22. Dezember 2007: Ein 76-jähriger Rentner wird in der Münchner U-Bahn brutal zusammengetreten und erleidet mehrere Schädelfrakturen. (Mediale) Folgen: Eine mehrwöchige Medienkampagne der Bild -“Zeitung“ und das Aufgreifen des Themas „Gewalt jugendlicher Migranten gegen Deutsche“ vom wahlkämpfenden hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch…

Täter: ein 17-jähriger Grieche und einen 20-jähriger Türke

Nämlich, dass der Presse die Opfer scheissegal sind, es sei denn, ein entsprechendes Thema wird aktuell als mediale Sau durchs Dorf getrieben? Wie im ersteren Fall, als die Fußball-WM ins Haus stand und man eine Medienhysterie angesichts der Außenwirkung Deutschlands startete oder im aktuellen Fall, wo dem brodelnde „Volkszorn“ latent fremdenfeindlicher Kleinbürger wie Sie einer sind, Herr „Micha“, ein Druckablassventil gewährt wird, damit Roland Koch seine Wahlkampfsuppe darauf kochen kann?

Kommen wir nun endlich zum Abschlussurteil, welches der PI-Autor sich über Frau Saalfrank erdreistet:

„Bisher waren mir Sie und Ihre Sendung relativ gleichgültig [...] aber meine Meinung über Sie muss ich nach dem, was Sie sich hier geleistet haben, revidieren:
Ich erkenne in Ihnen nun einen ignoranten Gutmenschen übelster Sorte; jemanden, der auf die Gewaltopfer spuckt; bis zur Schmerzgrenze uninformiert ist; Wissenslücken durch Glaubensinhalte füllt [...]„

Auf wen diese Attribute -insbesondere was „Wissenslücken“ und „Glaubensinhalte“ angehen- wohl eher zutreffen, dürfte die obige Betrachtung einer reinen Scheinargumentation mit dem Zweck zu diffamieren, wohl hinreichend gezeigt haben.

„[...] kurz gesagt: Ich erkenne in Ihnen einen, wenn auch zugegebenermaßen hübsch verpackten, Kotzbrocken.“

„Micha“ ist nicht nur ein diffamierender, fremdenfeindlicher Hetzer mit einem wirklich bemerkenswert dummdreisten Scheinargumentations-Stil sondern auch noch ein Macho-Arschloch. Na, wie putzig.

„Und damit Sie nicht annehmen, das kann ich nur in der Anonymität des Internets so schön sagen – Irrtum: Sie bekommen von mir den Ausdruck des Artikels [...] und das ordentlich mit Absender!

Dann können Sie mich ganz nach Belieben ignorieren, verklagen, zum Teufel wünschen, einer Antwort würdigen oder in eine Diskussion verwickeln.“

Einen größeren Gefallen könnte man so einem neurechten Gollum aus den Tiefen des Internet gar nicht tun, denn alles wonach es ihm giert, ist AUF-MERK-SAM-KEIT für sein absurd zusammenkonstruierten Weltbild…

by red.cloud

Net of Absurdities: Bedrohen UK und Frankreich bald die Weltsicherheitslage?

Unter dem Artikel der Permanent Indoktrinierten (PI)

pi-news.net/2008/01/europa-wird-zur-bedrohung-fuer-us-sicherheit/ ,

den allerdings Politisch Korrekt bereits als wild zusammenkonstruierte Story entlarvt hat, verleiht ein Politisch Irreversibel (PI) geschädigter Kommentator seiner Besorgnis Ausdruck:

#11 Andy (17. Jan 2008 13:02)

Wie sagt man so schön, aller (guten) Dinge sind drei. Bisher mussten uns die USA in zwei Weltkriegen den Arsch retten.

Und wenn man bedenkt, dass einige der Europäischen Länder Atomwaffen haben, kann ich mir die Sorgen in den USA lebhaft vorstellen. Wenn GB oder Frankreich an die Islamisten fallen, dann hat die Welt ein Problem.

Mir ist nicht ganz klar was der Kommentator im ersten Satz meint. Sicherlich war der (späte) Kriegseintritt der USA im ersten Weltkrieg eine große Entlastung für Frankreich und Großbritannien. Inwieweit aber dadurch dem damaligen deutschen Kaiserreich „der Arsch gerettet wurde“, erschliesst sich mir nicht. Im zweiten Weltkrieges sind die USA wiederum sehr spät, nämlich 1944 massiv auf dem europäischen Kriegsschauplatz in Erscheinung getreten. Zu einem Zeitpunkt also, als die Ostfront längst zusammengebrochen und die Sowjettruppen auf direktem Weg nach Deutschland waren. Zumindest aus historischer Perspektive war der Krieg längst entschieden, hätte aber sicher ohne „Zweifrontenkrieg“ noch länger gedauert. Ebenfalls aus historischer Perspektive kann man aber konstatieren, dass die Landung der Allierten in der Normandie dem Westteil Europas vor Stalins Einfluss „den Arsch rettete“.

Ist die historische Faktenlage dem Kommentator „Andy“ schon ein undurchdringlicher Dschungel, so erscheint er hinsichtlich seiner Einschätzung der aktuellen Lage unserer europäischer Nachbarn einer akuten Wahrnehmungsstörung zu unterliegen. Für eine solch doch recht erstaunliche Behauptung scheint auch keine einzige Begründung nötig zu sein. Es gibt weder einflussreiche islamistische Bewegungen noch eine signifkante politische Basis für „Islamisten“ in beiden Ländern. Doch das Fehlen von Anzeichen für seine Befürchtungen fechten weder diesen noch die anderen Kommentatoren an, die nicht überrascht nachfragen oder widersprechen. Für solche irrationalen Ängste gibt es eine Bezeichnung: Paranoia – welche offenbar unter PIs Stammklientel einen gewissen Konsenszustand erreicht… Anhand dieser lückenlosen deduktiven Beweiskette lässt sich konstatieren: PI gefährdet die (geistige) Gesundheit.

Fortschreitende Paranoia im „politicallyincorrect“en Autorenteam?

Könnte der vielleicht nicht ganz objektive, dafür um so mehr belustigte Beobachter diagnostizieren, angesichts dessen, was Deutschlands größte „Musel“hass-Seite in der letzten Zeit so abliefert. Zunächst fühlte sich der Chef“redakteur“ von einem roten Auto und einem zu frühen Handyanruf zu Tode erschreckt und flüchtete an einen „sicheren Ort“. Die „Politically Incorrect“-Redaktion berichtete uns allerdings nichts mehr vom Fortgang des Falles H., ob Anzeige bei der Polizei erstattet wurde, es Hinweise auf einen Täter gibt usw. sondern überraschte mit dem Artikel „Kritische Reflexionen“:

Und man ist angemessen überrascht, impliziert doch der Begriff „Re-flexion“ einen Selbstbezug und das in Verbindung mit „Kritik“… Zitat:

Wir werden weiterhin auf Menschenrechtsverletzungen in moslemischen Ländern hinweisen. Wir werden uns weiterhin für die Wahrung unseres Grundgesetzes einsetzen.

Die Wahrung unseres Grundgesetzes in muslimischen Ländern… Hier offenbart sich dem kritischen Leser noch nichts neues, ausser der üblichen „Am deutschen Wesen wird die Welt genesen“-Haltung

Wir werden weiterhin das Existenzrecht Israels verteidigen.

Das ist zweifellos einer der wenigen guten Aspekte „politicallyincorrect“s. Wie der Kommentator „Sebastian“ bei politischkorrekt.info richtig resumiert, wäre ohne das deutsche Weblog Israel bestimmt längst untergegangen.

Wir werden […] mehr Wert auf die Darstellung der positiven Aspekte unserer Gesellschaft legen.

Was den Apologeten des „Untergangs Europas durch fortschreitende Muselfizierung“ da wohl einfällt? Welche positiven Aspekte könnte eine sich in Agonie befindliche, vom Geist der 1968er zerfressene Gesellschaft denn schon noch haben?

Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung der Geschlechter etc…

Sieh an, sieh an… Doch nicht etwa die Gleichberechtigung der Geschlechter, die mit der „sexuellen Revolution“ der 68er zum Durchbruch kam?

Vorsorglich: Polemik und Gemeinheiten werden kommentarlos gelöscht.

Nur die Kommentare oder gleich die ganzen Artikel?

Noch absurder ist dieser Zufallsfund des Autors im Blog des Journalisten Ramon Schack, der in der Vergangenheit schon unangenehm durch seine „politicallyincorrect“-kritische Haltung auffiel. Ramon Schack amüsierte sich darüber, im Blog „Outcut TV“ des auch bei „Politically Incorrect“ schreibenden Blogbetreibers als „aufwärtsstrebender Jungjournalist“ und „williger Vollstrecker” bezeichnet zu werden. Dies geschah im zwanghaften Bemühen, auch Ramon Schack mit der angeblichen Bedrohung Herrn H.s in Verbindung zu bringen. Daraufhin meldet sich nun besagter „Outcut TV“-Betreiber im Kommentarbereich Herrn Schacks zu Wort und zwar mit der Anmerkung, er sei nicht besagter „Outcut TV“-Betreiber und habe diesen Artikel nicht geschrieben. Also, er sei schon Betreiber von outcut.tv, nicht aber von outcut.blogspot.com – wo besagter Artikel erschien. Denn:

[…] ob nun pi-autoren einen blog aufmachen und diesen dann “outcut TV” nennen oder “ramonschack.blogspot.com”, darauf habe ich keinen einfluss.

Und, etwas kryptisch:

daraus ergibt sich bereits, dass der obige von ihnen zitierte text nicht aus meiner feder stammt. ob ich meine “tätigkeit als technischer berater” für PI beendet habe oder nicht, das ist justament und offiziell von mir so verkündet worden.

Er beendete seine Tätigkeit eindeutig oder nicht, dass hat er zumindest so eindeutig verkündet, wer er es hier eindeutig sagen kann…

lediglich einer der autoren hat sich einen link, der sich “outcut TV – das original” nennt oder so ähnlich, plazieren lassen.

Was schließt nun man daraus? Multiple Persönlichkeitsspaltung? Total den Durchblick verloren? Verfolgungswahn? Oder gegenseitiges Plagiieren?

Den sorgfältig bis zum Schluss aufgesparten Höhepunkt dieser kritischen Betrachtung liefert eine ehemalige „politicallyincorrect“-Autorin, die schon vor einiger Zeit bei kewil.myblog.de schrieb:

[XXX] / Website (10.8.07 21:57)
Was mich in letzter Zeit ziemlich besorgt, ist:
Ich werde misstrauisch. Ich bin manchmal unsicher gegenüber freundlichen Mails, ich entdecke kleine Unstimmigkeiten, die vermutlich nur zufällig sind, ich spüre das Hochkriechen der Paranoia, gegen die ich mich aber noch massiv wehre.

Nun, das ist ja auch vollkommen gerechtfertigt. Es sind ja nicht „nur“ islamistische Terroristen, die „uns“ vernichten wollen, sondern auch der Durchschnittsmoslem, der „uns“ beschwichtigen und einlullen, eben „taqiyya-isieren“ will. Und als sei das alles noch nicht schlimm genug, wäre da noch der linksgrüngutmenschlichfaschistische politisch korrekte Mainstream, der – aus welchen Gründen auch immer – mit der „islamischen Umma“ Hand in Hand arbeitet, um den Westen zu vernichten…

Broder hat gefragt: „Bin ich verrückt oder sind es die anderen?“ Die anderes sind es, aber wir sind diejenigen, die sich solche Gedanken machen.

Klingt logisch. Wenn ICH die Welt nicht mehr verstehe, muss es wohl an den anderen rund 80 Mio. Menschen meiner Umgebung liegen. Denn ICH bin qua definitionem normal.

Paranoia und übertriebenes Misstrauen ist ein Begleiter des Widerstands gegen Totalitarismus.

Übertriebenes Misstrauen ist natürlicher Begleiter der Paranoia, aber ICH bin ja normal, also muss es da irgendwie, irgendwo einen linkgrüngutmenschlichen Totalitatirismus geben, der MICH in die paranoische Ecke stellt…

Die ersten Anzeichen sind da. Noch zwinge ich mich, sie zu ignorieren…

Ich muss einfach richtig liegen mit meiner Weltanschauung, auch wenn sie mich selbst manchmal schon an meiner geistigen Gesundheit zweifeln lässt.

Die genannten „Testpersonen“ zeugen deutlich, dass das pathologische Beharren auf einem völlig verqueren Weltbild zwangsläufig zu einem totalen Realitätsverlust führt, welcher – in der nächsten Phase – in eine Paranoia mündet. Das Endstadium dieser Entwicklung lässt sich bspw. hier beobachten. Die entsprechenden „islamkritischen“ Websiten sollten daher nur mit kritischer Distanz gelesen und keinesfalls ernstgenommen werden.

Politically Incorrect: Von Morddrohungen, Menschenrechtsverletzungen und Opferrollen

In letzter Zeit verschwendete auch die Mainstreampresse einige Aufmerksamkeit darauf, was da im Internet so aus den Kellerlöchern quillt, namentlich dem islamkritischen verfassungsfeindlichen (*) Weblog „politicallyincorrect.de“. „Politically Incorrect“ schlug zurück: Zunächst erschienen einige Postings, die den Zeitungen tendenziöse Berichterstattung vorwarfen, die Journalisten auf persönlicher Ebene angriffen, sowie sich ironisch für die öffentliche Aufmerksamkeit bedankten. Diese Postings erschienen wohl nicht nur dem kritischen Leser als lächerliche, untaugliche Versuche, die argumentativ nicht das Geringste zu bieten hatten, sondern offenbar auch den „politicallyincorrect“-Machern selbst. Wohl deshalb – so jedenfalls die Deutung des Autors – wich man dort auf eine andere Ebene aus: Man interpretiert sich jetzt hauptsächlich als Opfer einer Rufmordkampagne.

Herr H., Gründer von „Politically Incorrect“, erhielt nach eigenem Bekunden ständig Morddrohungen, stemmte sich aber trotzdem weiterhin mutig gegen den „politisch korrekten Mainstream“. Auf seiner Website veröffentlichte er weiterhin willkürliche Zusammenstellungen von Nachrichten über Taten mutmaßlicher Muslime, für die er dann pauschal den ganzen Kulturkreis verantwortlich erklärte. Die Tatsache, dass in der Mainstreampresse weiterhin Mindeststandards journalistischer Ausgewogenheit gelten, diese somit der Logik Herrn H.s nicht ganz folgen kann, werten er und seine Entourage als eindeutigen Beweis für die „politisch korrekte Meinungszensur“ und die „schleichende Islamisierung Europas“. Nun erhält Herr H. angeblich eine weitere angebliche Morddrohung. die plötzlich allerdings vieeeeeeel ernstzunehmender ist. Die Morddrohung ergibt sich laut Zeugen, die vor Ort waren (Herrn H.), aus einem apokalyptischen Handyanruf morgens um 7.00 Uhr:

“Ist da [Herr H.]?”
“Ja, warum?”
“Ich stehe vor deiner Tür. Ich hab ein rotes Auto. Komm raus.”
“Wieso sollte ich?”
“Es wird Zeit für dich…”

Irgendwie kann ich Herrn H. ja auch verstehen. Handyanrufe um 7.00 Uhr morgens sind echt unangebracht… (**) Nun, der Herr H. war wohl immer noch recht sauer, da vor zwei Tagen in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS)“ ein harscher Artikel des bekannten und preisgekrönten Journalisten und Bloggers Stefan N. sein Lebenswerk (das „politisch inkorrekte“ Weblog „politicallyincorrect.de“) sowie die Fundamente seiner Weltanschauung (die „schleichende Islamisierung Europas“) in massive Zweifel zog. Dazu war Herrn H. nichts, aber auch gar nichts besseres eingefallen, als die dümmliche Replik in seinem Weblog „Die FAS blind vor Menschenrechtsverletzungen“. Ganz so, als stellte Kritik an einem Blog, das die zumindest anzweifelbare Meinung vertritt, 1,3 Mrd. Angehörige einer Religionsgruppe vereinte nur ein Ziel, nämlich die Vernichtung „des Westens“, sowie „die Politiker“, „die Medien“ und der verblendete „linksgrüngutmenschliche Mainstream“ ebenjenes Westens täten alles um sie hierin zu unterstützen, schon eine Menschenrechtsverletzung dar. Offenbar handelt Herr H. nach der Logik: „Ich bin ein Mensch. Und ich hab recht (ich hab immer recht). Der FAS-Artikel hat mich verletzt. Es handelt sich daher um eine Menschenrechtsverletztung.“

Kurz und gut, Herr H. beschloss, sich und seine „Islamkritiker“ fortan „Menschenrechtsaktivisten“ zu nennen und den FAS-Artikel „Rufmord“. Mit glasklarer Logik folgert der Bericht auf „politicallyincorrect.de“ über die oben wiedergegebene Morddrohung gegen Herrn H. nun:

„Dem Rufmord folgt gelegentlich ein Mord. Pim Fortuyn war ein solches Opfer. […] Er wurde von einem radikalen Linken (bzw. radikalen Multikulturalisten) ermordet, der in Fortuyn […] einen „Rassisten“ sah. (***) Zweifellos war der Mörder Fortuyns beeinflusst von Medien und Politikern, die zuvor Fortuyns berechtigte Anliegen und seine Person in massiver Weise diffamiert haben […]“

„Wie schon andere zuvor wird nun auch [Herr H.] Betroffener jener ausufernden Intoleranz und Gewalt […] Besonders schockierend daran ist, daß überregionale Tageszeitungen bei dieser Hetzkampagne mitmachen […]“

„Wann folgt dem Rufmord ein Verbrechen – denn die Verunmenschlichung, wie sie […] insbesondere gegen [Herr H.] betrieben wird, senkt die Hemmschwelle zur Gewalt, wie wir am schrecklichen Schicksal Pim Fortyuns gesehen haben.“

Um es noch einmal klar zu sagen: Der Autor verurteilt Morddrohungen, selbstverständlich auch wenn sie sich gegen politisch Andersdenkende richten, auf das Schärfste. Diese angebliche Morddrohung gegen Herrn H. halte ich jedoch von vorne bis hinten für erstunken und erlogen. M. E. schafft sich der Mann seinen eigenen Mythos inklusive Märtyrer- und Führerkult, um schön von den Spenden seiner „politisch inkorrekten“, „islamkritischen“ Schafherde leben zu können. Unter „Politische Unkorrektheit“ verstehen ihre Verfechtern offenbar zunehmend dass in die Welt setzen zweifelhafter Legenden, um Gegner, denen man nicht gewachsen ist, mit Dreck zu bewerfen…

Der geneigte Leser bilde sich seine eigene Meinung:

http://www.politicallyincorrect.de/2007/10/fas-blind-vor-menschenrechtsverletzungen/

http://www.politicallyincorrect.de/2007/10/drohungen-gegen-pi-gruender-stefan-herre/

FAS-Artikel vom 21.10.2007 via Watchblog Islamophobie http://zwischenruf.wordpress.com/2007/10/22/morddrohungen-gegen-pi-team/
politischkorrekt.info: „surprise, surprise!“
___________________________________________________________________________________________ Fußnoten:

(*) Artikel 4 des Grundgesetzes:

1. Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
2. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

(**) An dieser Stelle will ich mal nicht so sein und mich der Solidaritätsaktion von politischkorrekt.info für Herrn H. anschliessen: Keine Mobifunkanrufe vor neun Uhr!

(***) Der Mörder Pim Fortuyns war radikaler Umweltaktivist und Tierrechtler, ein gerichtliches Gutachten bescheinigte ihm eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung (aber keine Unzurechnungsfähigkeit) (wikipedia)

 

Frau E. ist traurig…

Und veröffentlichte anlässlich der gescheiterten Antiislamisierungseuropademo am 11.09. in Brüssel unter dem Titel „Wir haben verloren“ ein paar Bilder von den qualmenden „Twin Towers“ und zwei Demonstranten. Aber warum? Klären Sie uns doch auf, Frau E., geteiltes Leid ist halbes Leid, so heisst es.

Angesichts einer 9/11-Doku seien ihr, so schreibt sie, die Tränen gekommen.

Und zwar weil… es bleibt mir angesichts der etwas kryptischen Bildunterschriften nichts anderes übrig, als zu deuteln … auf dem Bild hält jemand ein Schild mit der Aufschrift: „Europa, nimm einige Lehrstunden aus 9/11“ in die Höhe … weil „wir“ genau dies auch getan hätten.

Ooooooooooooohhhhhhhhhhhhhhhh…

Inwiefern haben „wir“ das getan? (Auf dem folgenden Bild wird ein mutmaßlicher Teilnehmer der verbotenen „Stoppt die Islamisierung Europas“-Demonstration in Brüssel abgeführt.)

„Wir pflegen begeistert unsere nationale Neurose und distanzieren uns von rechts.“

Ja, das tun „wir“. Das dritte Reich und der zweite Weltkrieg sind gerade mal 62 Jahre vorbei und kosteten insgesamt 55 Mio. Menschenleben. Und wenn man bedenkt, wie das in Deutschland in den späten 1920er Jahren angefangen hat – mit Weltwirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und einer aufkeimenden politischen Bewegung, die die Schuld an allen Problemen populistisch einer ethnokulturellen Minderheit in die Schuhe schob – dann tun „wir“ das auch völlig zu Recht.

„Und wer nicht freiwillig auf den Kehrichthaufen geht, wird hingebracht.“

Ich stimme Ihnen völlig zu, Frau E., auch wenn Sie das vermutlich eher nicht trösten wird…

Geplantes Massaker an friedlichen Anti-Islam-Protestierern in Brüssel aufgeflogen

Den mutigen „Islamisierungsflut“-Entgegenstemmern bleibt aber auch wirklich nichts erspart! Erst wird ihre Demonstration „Für die Freiheit und gegen die Islamisierung Europas“ am symbolträchtigen Datum 11.09.07 in Brüssel verboten. Dann reichen die Islamkritiker um „Pax Europa“ eine Klage mit nicht schlechten Erfolgsaussichten gegen das Verbot ein. Jetzt plant der linksfaschistische Dhimmi sozialistische Bürgermeister Brüssels, sollte die Anti-Islam-Demo doch genehmigt werden, „agents provocateurs“ unter die friedlichen Anti-Islam-Protestierer zu schleusen, um letztere dann – vielleicht ungefähr vergleichbar zum Massaker auf dem „Platz des Himmlischen Friedens“ in Peking 1989 – niedermetzeln zu können. So in etwa haben das zumindest die investigativen Journalisten von akte-islam.de herausgefunden und fragen: Vom Tiananmen-Platz in Peking zum Thielemans-Platz in Brüssel ?

Pech gehabt, Herr Bürgermeister Freddy Thielemans – der Du ausgerechnet am 11. September möglicherweise ein erneutes Massaker an unschuldigsten Menschen anrichten wolltest…

Für diese ungeheuerliche Nachricht präsentieren die investigativen Journalisten von akte-islam.de nicht nur einen, zwei sondern drei (!!!) sehr überzeugende Beweise, nämlich:

„ […] DREI separate und glaubwürdige und inhaltlich übereinstimmende Nachrichten aus dem Umfeld der Brüsseler Polizei […] unter anderem mit Video-Handys aufgenommen […], ein Teil der bei uns eingehenden Informationen […]“

stamme aus den Reihen der Brüsseler

„…Anti-Terror-Spezialeinheit…“,

die nach Steinwürfen der „agents provocateurs“ auf die Polizei gegen die Anti-Islam-Protestierer eingesetzt werden solle.

„Die Anti-Terror-Spezialeinheit hat uns diskret zu verstehen gegeben, dass sie – wie auch die Brüsseler Polizei – auf unserer Seite steht. In einer der uns übermittelten Nachrichten heißt es wörtlich im aus dem flämischen übersetzten verschlüsselten Text: „Wir gehen hier auf rohen Eiern und wünschen Ihnen Glück und Erfolg“.“ [Quelle (Seite wurde auch gespeichert)]

Die investigativen Journalisten von akte-islam.de haben absolut glaubwürdig beteuert (finde ich zumindest), dass sie diese Beweise für absolut glaubwürdig halten.

Auch das Blog novaexpress möchte betonen, dass dies wirklich eine Ungeheuerlichkeit ist und sein bescheidener Autor sich den besten Wünschen der Brüsseler Anti-Terror-Spezialeinheit für die Anti-Islam-Protestierer anschließen. Möge es nicht erneut zu einem Massaker wie – vielleicht – auf dem „Platz des Himmlischen Friedens“ in Peking 1989 kommen, nur diesmal im Herzen Europas an unschuldigen Anti-Islam-Protestierern!

 

Update:

Kaum sehr überraschend hat Akte Islam dieses Zeugnis ihres sensationellen Enthüllungsjournalismus von ihrer Seite genommen. Sie veröffentlichten eine Art Gegendarstellung, die noch mit der ursprünglichen Meldung auch auszugsweise auf PI zu lesen ist.

In der Gegendarstellung ist von:

„…Missverständnisse und mögliche Fehleinschätzungen!“

die Rede.

„Wir wollen und werden nicht den Eindruck erwecken, dass Brüsseler Behörden eine Situation provozieren wollen, in denen deren Eingreifen erforderlich wäre.“

Ach nein!?

„…[Hinweise auf] angebliche Vorhaben solcher “agents provocateurs” in Brüssel […] werden wir mit belgischen Behörden abklären, denn es gibt die Möglichkeit, dass uns gezielt solche (unwahren) Informationen zugeschoben werden, um unsere Demonstrationsteilnehmer abzuschrecken und massiv Unruhe zu stiften.“

Etwas konfus der Satz, liebe Akte-Islam-Enthüller. „Agents provocateurs” sind ja nun mal Provokateure, die von Seiten der Staatsmacht in Demonstrationen geschleust werden, um einen Vorwand zu liefern, diese gewaltsam aufzulösen. Ich meine, wieviel Sinn hatte das wohl, wenn die Behörden ein solches Vorgehen vorher offen zugeben…?!

Der Weg aus dem selbstgeschaffenen Problem ist damit jedoch vorgezeichnet, die Richtung ist klar:

„Wir können nicht ausschließen, dass wir aus Kreisen der “Antifa” gezielt mit Falschinformationen versorgt wurden…“

Natürlich! So etwas kann man grundsätzlich nie ausschließen…

 

PI beim „Wettbewerb für Demokratie und Toleranz“?

Offenbar euphorisiert von der friedvollen und toleranten Atmosphäre beim „Gegen die Islamisierung Europas“-Vorkämpfer-Blog PI oder – möglicherweise – auch mit ein oder zwei Pikkolöchen zuviel im Blutkreislauf, liess sich ein „politisch inkorrekter“ Kommentator dazu hinreissen, PI als leuchtendes Beispiel für „bürgerschaftliches Engagement gegen menschenverachtende und verfassungsfeindliche Ideologien“ (gemeint ist „der Islam“) für den „Wettbewerb für Demokratie und Toleranz 2007“ des „Bündnisses für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt“ vorzuschlagen.

buendnislogo.jpg

Wie PI das Attribut „gegen Extremismus und Gewalt“ interpretiert, dürfte klar sein (Schuld sind: die Mossssleeeemmss!), wie PI seiner Meinung nach die Anforderung „To- le- ranz“ zu erfüllen gedenkt, darüber liess uns der Kommentator leider im Unklaren. Vielleicht im Tolerieren von Kommentaren wie diesem?

#7 L. (17. Aug 2007 21:59)

Islam ist die absolute Perversion des Handelns und Denkens – sofern diese Musel – Primaten des Denkens überhaupt fähig sind! (Quelle)

Der Watchblog Islamophobie, der sich immer wieder (und ich muss schon sagen, leider nicht ganz zu Unrecht!) als Anti-PI-Pamphlet verleumdet sieht und diesem Negativ-Image gerne entgegenwirken möchte, hat die Gelegenheit jedenfalls beim Schopf gepackt und sich dieser Initiative sofort begeistert angeschlossen. Und auch der Autor dieses Blogs möchte – da ihn die Antwort des „Bündnisses für Demokratie und Toleranz“ schon wirklich sehr interessieren würde – dazu auffordern, politicallyincorrect.de doch beim Wettbewerb als Kandidaten einzureichen. Nötig dafür sind maximal fünf Din-A4-Seiten Projektbeschreibung, zu gewinnen gibt es 5.000 € – die restlichen Teilnahmebedingungen hier

Falls es übrigens – wider Erwarten – mit diesem Wettbewerb nicht klappen sollte, bestände vielleicht auch die Möglichkeit, PI beim „Alternativen Medienpreis“ im Bereich Online einzureichen. Sternstunden des investigativen Amateurjournalismus sind hier und hier dokumentiert.

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…cited:

"First rule about journalism: Don't talk about journalism. Or maybe that's fight club. Or whatever..." (Stephen Colbert)

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