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Fortschreitende Paranoia im „politicallyincorrect“en Autorenteam?

Könnte der vielleicht nicht ganz objektive, dafür um so mehr belustigte Beobachter diagnostizieren, angesichts dessen, was Deutschlands größte „Musel“hass-Seite in der letzten Zeit so abliefert. Zunächst fühlte sich der Chef“redakteur“ von einem roten Auto und einem zu frühen Handyanruf zu Tode erschreckt und flüchtete an einen „sicheren Ort“. Die „Politically Incorrect“-Redaktion berichtete uns allerdings nichts mehr vom Fortgang des Falles H., ob Anzeige bei der Polizei erstattet wurde, es Hinweise auf einen Täter gibt usw. sondern überraschte mit dem Artikel „Kritische Reflexionen“:

Und man ist angemessen überrascht, impliziert doch der Begriff „Re-flexion“ einen Selbstbezug und das in Verbindung mit „Kritik“… Zitat:

Wir werden weiterhin auf Menschenrechtsverletzungen in moslemischen Ländern hinweisen. Wir werden uns weiterhin für die Wahrung unseres Grundgesetzes einsetzen.

Die Wahrung unseres Grundgesetzes in muslimischen Ländern… Hier offenbart sich dem kritischen Leser noch nichts neues, ausser der üblichen „Am deutschen Wesen wird die Welt genesen“-Haltung

Wir werden weiterhin das Existenzrecht Israels verteidigen.

Das ist zweifellos einer der wenigen guten Aspekte „politicallyincorrect“s. Wie der Kommentator „Sebastian“ bei politischkorrekt.info richtig resumiert, wäre ohne das deutsche Weblog Israel bestimmt längst untergegangen.

Wir werden […] mehr Wert auf die Darstellung der positiven Aspekte unserer Gesellschaft legen.

Was den Apologeten des „Untergangs Europas durch fortschreitende Muselfizierung“ da wohl einfällt? Welche positiven Aspekte könnte eine sich in Agonie befindliche, vom Geist der 1968er zerfressene Gesellschaft denn schon noch haben?

Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung der Geschlechter etc…

Sieh an, sieh an… Doch nicht etwa die Gleichberechtigung der Geschlechter, die mit der „sexuellen Revolution“ der 68er zum Durchbruch kam?

Vorsorglich: Polemik und Gemeinheiten werden kommentarlos gelöscht.

Nur die Kommentare oder gleich die ganzen Artikel?

Noch absurder ist dieser Zufallsfund des Autors im Blog des Journalisten Ramon Schack, der in der Vergangenheit schon unangenehm durch seine „politicallyincorrect“-kritische Haltung auffiel. Ramon Schack amüsierte sich darüber, im Blog „Outcut TV“ des auch bei „Politically Incorrect“ schreibenden Blogbetreibers als „aufwärtsstrebender Jungjournalist“ und „williger Vollstrecker” bezeichnet zu werden. Dies geschah im zwanghaften Bemühen, auch Ramon Schack mit der angeblichen Bedrohung Herrn H.s in Verbindung zu bringen. Daraufhin meldet sich nun besagter „Outcut TV“-Betreiber im Kommentarbereich Herrn Schacks zu Wort und zwar mit der Anmerkung, er sei nicht besagter „Outcut TV“-Betreiber und habe diesen Artikel nicht geschrieben. Also, er sei schon Betreiber von outcut.tv, nicht aber von outcut.blogspot.com – wo besagter Artikel erschien. Denn:

[…] ob nun pi-autoren einen blog aufmachen und diesen dann “outcut TV” nennen oder “ramonschack.blogspot.com”, darauf habe ich keinen einfluss.

Und, etwas kryptisch:

daraus ergibt sich bereits, dass der obige von ihnen zitierte text nicht aus meiner feder stammt. ob ich meine “tätigkeit als technischer berater” für PI beendet habe oder nicht, das ist justament und offiziell von mir so verkündet worden.

Er beendete seine Tätigkeit eindeutig oder nicht, dass hat er zumindest so eindeutig verkündet, wer er es hier eindeutig sagen kann…

lediglich einer der autoren hat sich einen link, der sich “outcut TV – das original” nennt oder so ähnlich, plazieren lassen.

Was schließt nun man daraus? Multiple Persönlichkeitsspaltung? Total den Durchblick verloren? Verfolgungswahn? Oder gegenseitiges Plagiieren?

Den sorgfältig bis zum Schluss aufgesparten Höhepunkt dieser kritischen Betrachtung liefert eine ehemalige „politicallyincorrect“-Autorin, die schon vor einiger Zeit bei kewil.myblog.de schrieb:

[XXX] / Website (10.8.07 21:57)
Was mich in letzter Zeit ziemlich besorgt, ist:
Ich werde misstrauisch. Ich bin manchmal unsicher gegenüber freundlichen Mails, ich entdecke kleine Unstimmigkeiten, die vermutlich nur zufällig sind, ich spüre das Hochkriechen der Paranoia, gegen die ich mich aber noch massiv wehre.

Nun, das ist ja auch vollkommen gerechtfertigt. Es sind ja nicht „nur“ islamistische Terroristen, die „uns“ vernichten wollen, sondern auch der Durchschnittsmoslem, der „uns“ beschwichtigen und einlullen, eben „taqiyya-isieren“ will. Und als sei das alles noch nicht schlimm genug, wäre da noch der linksgrüngutmenschlichfaschistische politisch korrekte Mainstream, der – aus welchen Gründen auch immer – mit der „islamischen Umma“ Hand in Hand arbeitet, um den Westen zu vernichten…

Broder hat gefragt: „Bin ich verrückt oder sind es die anderen?“ Die anderes sind es, aber wir sind diejenigen, die sich solche Gedanken machen.

Klingt logisch. Wenn ICH die Welt nicht mehr verstehe, muss es wohl an den anderen rund 80 Mio. Menschen meiner Umgebung liegen. Denn ICH bin qua definitionem normal.

Paranoia und übertriebenes Misstrauen ist ein Begleiter des Widerstands gegen Totalitarismus.

Übertriebenes Misstrauen ist natürlicher Begleiter der Paranoia, aber ICH bin ja normal, also muss es da irgendwie, irgendwo einen linkgrüngutmenschlichen Totalitatirismus geben, der MICH in die paranoische Ecke stellt…

Die ersten Anzeichen sind da. Noch zwinge ich mich, sie zu ignorieren…

Ich muss einfach richtig liegen mit meiner Weltanschauung, auch wenn sie mich selbst manchmal schon an meiner geistigen Gesundheit zweifeln lässt.

Die genannten „Testpersonen“ zeugen deutlich, dass das pathologische Beharren auf einem völlig verqueren Weltbild zwangsläufig zu einem totalen Realitätsverlust führt, welcher – in der nächsten Phase – in eine Paranoia mündet. Das Endstadium dieser Entwicklung lässt sich bspw. hier beobachten. Die entsprechenden „islamkritischen“ Websiten sollten daher nur mit kritischer Distanz gelesen und keinesfalls ernstgenommen werden.

Frau E. ist traurig…

Und veröffentlichte anlässlich der gescheiterten Antiislamisierungseuropademo am 11.09. in Brüssel unter dem Titel „Wir haben verloren“ ein paar Bilder von den qualmenden „Twin Towers“ und zwei Demonstranten. Aber warum? Klären Sie uns doch auf, Frau E., geteiltes Leid ist halbes Leid, so heisst es.

Angesichts einer 9/11-Doku seien ihr, so schreibt sie, die Tränen gekommen.

Und zwar weil… es bleibt mir angesichts der etwas kryptischen Bildunterschriften nichts anderes übrig, als zu deuteln … auf dem Bild hält jemand ein Schild mit der Aufschrift: „Europa, nimm einige Lehrstunden aus 9/11“ in die Höhe … weil „wir“ genau dies auch getan hätten.

Ooooooooooooohhhhhhhhhhhhhhhh…

Inwiefern haben „wir“ das getan? (Auf dem folgenden Bild wird ein mutmaßlicher Teilnehmer der verbotenen „Stoppt die Islamisierung Europas“-Demonstration in Brüssel abgeführt.)

„Wir pflegen begeistert unsere nationale Neurose und distanzieren uns von rechts.“

Ja, das tun „wir“. Das dritte Reich und der zweite Weltkrieg sind gerade mal 62 Jahre vorbei und kosteten insgesamt 55 Mio. Menschenleben. Und wenn man bedenkt, wie das in Deutschland in den späten 1920er Jahren angefangen hat – mit Weltwirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und einer aufkeimenden politischen Bewegung, die die Schuld an allen Problemen populistisch einer ethnokulturellen Minderheit in die Schuhe schob – dann tun „wir“ das auch völlig zu Recht.

„Und wer nicht freiwillig auf den Kehrichthaufen geht, wird hingebracht.“

Ich stimme Ihnen völlig zu, Frau E., auch wenn Sie das vermutlich eher nicht trösten wird…

red.cloud feat. Frau E.: „Die Restbestände meiner Gutmenschlichkeit“

Frau E. schrieb einen Text, in dem sie behauptete, sie könne jeden beliebigen „Gutmenschen“, also z. B. auch mich, mit Leichtigkeit an die Wand diskutieren. Warum sie das denn auf meine Replik hin nicht einfach mal tut, das begründet sie in ihrem Blog (Kommentar 27) so:

„Und ja…. es ist mir schon aufgefallen, dass redcloud offenbar Freude daran hat, meine Texte einer Textanalyse zu unterziehen. Das ist in Ordnung, das darf er. Dafür, dass man so was tut, kriegt man heutzutage sogar Abitur, ohne zu wissen wie man zwei Brüche durcheinander dividiert.
Aber ernsthaft: Wenn Sie in der Schule Texte von einem lebenden Schriftsteller analysieren, erwarten Sie dann, dass dieser sich dazu äußert?
Nein?
Dann erwarten Sie das bitte auch nicht von mir. Dass ich es einmal tat, verbuchen Sie bitte unter Restbeständen meiner Gutmenschlichkeit.“

Dazu fällt mir nichts, aber auch gar nichts mehr ein. Deswegen und weil ich gerade völlig begeistert vom Freesound Project bin und schon seit zwei Tagen irgendwelche albernen mp3 Jingles komponiere statt mal was Vernünftiges zu machen hab ich das mal musikalisch verarbeitet:*

*(Warum geben die bei wordpress nicht einfach zu, dass das mit ihrem mp3-Player nicht funktioniert? Wieder 2 Stunden meines Lebens, die mir keiner wiedergibt…)

Böse, böse Muslima…

muslima_babati.jpg

„Schau Dir diese Frauen bitte genau an… Sie werden uns genauso das Messer in den Rücken rammen wie ihre Männer, sie haben nur das typisch islamische Opfergejammer, das dem Messer-in-den-Rücken vorangeht, ein bisschen besser drauf…“ (Zitat Frau E.)

 

Kann ich irgendwie nicht bestätigen…

Szene in einer Dorfkantine („Mama Lishe“) in Babati, Nord-Tanzania (Foto: red.cloud)

update:

Ein Herr „tape“ entblödet sich nicht zu behaupten merkt an:

„…dieser aus dem Zusammenhang gerissene Kommentar als Untertitel zu dem eingespielten Bild… [ist eine] …Verleumdung… [, die Frau E.s] „…in die Diskussion gebrachten Gedanken, dass hiesige Muslima oft alles andere sind, als von ihren Männern und vom Islam gepeinigte Wesen… ganz bewußt Gewalt an[tut] und total verdreht …“

Dazu stelle ich fest: Weder bevor noch nach der zitierten Textstelle ist explizit von hiesigen Muslima die Rede. Vielmehr wird von „den Muslima“ im Allgemeinen gesprochen. Ein Vorschlag zur Güte, bevor Sie anfangen, vor rechtschaffender Empörung zu weinen, Herr „tape“: Wenn Sie bei Ihrer „Islamkritik“ Sachverhalte in den Kontext stellen und differenziert betrachten, dann mache ich das auch…

 

Frau E. weiss etwas, dass wir nicht wissen…

„Bis zu einem gewissen Grad verstehe ich sie (die Gutmenschen). Sie sind einfach nett…“

…schreibt Frau E. Danke. Danke auch für Ihren textlichen Versuch, „uns“ zu verstehen in: „Das geheime Wissen der Gutmenschen“. Was Dialoge mit Menschen angeht, die Ihre Auffassung nicht teilen, sind Sie ja nicht übermäßig beschlagen, wie ich hier schon feststellen musste, aber ich bewundere Ihre Hartnäckigkeit. Diesmal beginnen Sie Ihre Kommunikation wengistens nicht mit der Feststellung, dass Sie und ihr Dialogpartner Feinde seien.

„Der Titel hört sich an wie eine neue Verschwörungstheorie, oder? Nichts würde ich mehr genießen, als endlich auch einmal einer Weltverschwörung auf die Schliche zu kommen oder wenigstens in der Lage zu sein, eine zu glauben. Nur, es ist mir bisher noch nicht geglückt.“

Wow – so hatte ich das noch nie gesehen: Verschwörungstheoretiker sind Menschen, die gerne an eine Verschwörungstheorie glauben wollen…Und nicht etwa solche, die davon überzeugt sind, hinter die reine, absolute Wahrheit gekommen zu sein, die das ganze komplizierte Weltgeschehen mit einigen simplen Thesen erklärbar macht. Verschwörungstheoretiker glauben auch nicht, dass ihre Wahrheit nur deshalb nicht allgemein anerkannt ist, weil sie durch eine gigantische Verschwörung unterdrückt wird.

„…auf Eliten zumindest teilweise sicher zutreffen – [die] kleinen Privat-Gutmenschen […] sind nicht alles Mitglieder einer Verschwörung, den westlichen Lebensstil zu zerstören.“

Nicht alle sind Mitglieder einer Verschwörung zur Zerstörung des westlichen Lebenstils und Frau E. ist keine Verschwörungstheoretikerin. Wäre ja auch irgendwie sinnlos, so eine Verschwörung, wenn alle daran beteiligt wären…

Kennzeichen von Verschwörungstheorien sind (laut Wikipedia): Vereinfachende Muster der Realität, die aber nicht abstrahiert werden und somit korrekturfähig sind. Verschwörungstheoretiker verweigern es – im Gegensatz zu den Modellen von Wissenschaftlern – Hypothesen zu explizieren und überprüfbare Bedingungen herzustellen, bei denen ihre Hypothesen als falsifiziert gelten können. Es ist das Charakteristikum von Verschwörungstheorien, Behauptungen aufzustellen, die tatsächlich oder vermeintlich nicht überprüfbar sind. Verschwörungstheorien nehmen eine Konkretion der vereinfachten Realität vor, die unzulässigerweise verallgemeinert wird.

Da Frau E. keine Verschwörungstheoretikerin ist, finden sich solche nicht-abstrakten Vereinfachungen, die verallgemeinert werden, in ihrem Text nirgends.

Hier jedenfalls nicht:

„…die klassischen Gutmenschen – also Linke, Frauenbewegte, Schwulenbewegte oder ganz allgemein Spießbürger-Verächter, Patriarchats-Zerschlagerinnen und Alle-Menschen-sind-gleich-Prediger – dazu bewegt, sich mit dem Islam ausgerechnet einer Ideologie anzubiedern, die nun wirklich alles verkörpert, wogegen diese Leute vorgeblich stehen.“

Oder hier nicht:

„… [die klassichen Gutmenschen, die] sich zum Beispiel George Bush, den Papst oder die „Zionisten“ als Menschenfeind aus(zu)gucken…“

Hier auch nicht:

„…pflegen Moslems, die nicht aggressiv oder kriminell auffällig sind, einen Lebensstil, der bezüglich Spießigkeit alles toppt, was man sich vom schlimmsten erfundenen deutschen Gartenzwergebesitzer vorstellen kann.“

Konkretionen vereinfachter Realitäten sind auch hier überhaupt nicht zu finden:

„Vertreter des Islam sagen häufig erfrischend offen, dass sie Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Meinungsäußerung oder vor allem ihres Glaubens […] für ungleichwertig halten und notfalls mit brutaler Gewalt den Rest der Welt […] zu unterwerfen.“

„…ihre Grundlagenliteratur ansehen, um festzustellen, dass sie zumindest dann ganz und gar nicht spinnen, wenn man diese für das Wort Gottes hält, sondern vollkommen vernünftig handeln.“

Zumindest scheint sich Frau E. mit radikalen Islamisten darüber vollkommen einig zu sein, dass diese die einzig würdigen Vertreter der weltweit 1,3 Mrd. Muslime sind und dass die radikale Koranauslegung die einzig richtige ist. Das ist auch vollkommen logisch, denn: Feindliche und hasserfüllte Aussagen von Islamisten beweisen die Boshaftigkeit der Muslime – ausgleichende und friedvolle Statements gemäßigter Muslime beweisen nur ihre Hinterhältigkeit, uns zu täuschen (zu taqiyya-isieren).

Wikipedia: Grundlage aller Verschwörungstheorien ist ein dezidiertes und vereinfachendes Welt- und Geschichtsbild…

Die zum Beispiel in vereinfachenden historischen Vergleichen bestehen können, oft verbunden mit der dezidierten Aussage, dass die Geschichte sich in diesem Falle doch wiederhole…

„…[Gutmenschen haben] keinerlei Problem damit, dass man Neonazis nicht nett behandelt, […] ihre Ideologie ablehnt.“

Da es sich bei Frau E. nicht um eine Verschwörungstheoretikerin handelt, ist der Vergleich zwischen dem deutschlandweit vorhandenen „rechtsextremen Personenpotenziel“ von 39.000 Menschen (Verfassungschutzbericht 2005) und 1,3 Mrd. Muslimen natürlich überaus legitim. Obwohl, wissenschaftlich betrachtet…

Sozialwissenschaftliche Modelle zeigen, dass sich weitreichende Ereignisse in Gesellschaft, Wirtschaft oder Staat nicht allein durch das zielgerichtete Handeln von Personen oder Personengruppen verursachen lassen. Man geht hier vielmehr vom Zusammenwirken vieler verschiedener subjektiver Gründe und objektiver Bedingungen aus, die aus Strukturen, Konjunkturen, Absichten, Gegenabsichten, Irrtümern und schlichten Zufällen bestehen und sich zudem gegenseitig beeinflussen. (Wikipedia)

Das heisst auch: Je größer ein soziales System ist, desto weniger lästet es sich von einzelnen Personen oder –gruppen in eine bestimmte Richtung (z. B. den Jihad gegen die westliche Welt) steuern. Damit wäre die Vergleichbarkeit zwischen 39.000 und 1,3 Mrd. Menschen hinfällig. Klingt logisch, rein wissenschaftlich betrachtet. Da „wir“ aber geneigt sind, Frau E. in ihrem unbedingten Willen, „uns Gutmenschen“ zu verstehen, zu unterstützen, müssen „wir“ wohl davon ausgehen, dass es sich bei wissenschaftlicher (erst recht sozialwissenschaftlicher) Argumentation wohl um dhimmitaqiyyalinksgrünmuselfaschistisches Geschwätz handelt, welches die Eliten aus Politik, Medien und Wissenschaft benutzen, um uns in einer gigantischen Verschwörung…

„…ich vermute, weil sie (die Gutmenschen) nicht komplett irr sind und das Grundlegende – nämlich, dass man manchmal mit Nettigkeit und Verständnis nicht weiterkommt, […] – [bei Neonazis] schon kapiert haben.Beim Islam kapieren sie’s aber nicht […]“

Sie müssen schon entschuldigen Frau E., dass „wir nicht komplett irren Gutmenschen“ nicht von allein auf den von Ihnen angestellten Vergleich zwischen 39.000 Neonazis und 1,3 Mrd. Muslimen gekommen sind. Das liegt wohl an der oben angestellten wissenschaftlichen dhimmitaqiyyalinksgrünmuselfaschistischen Argumentation Gehirnwäsche die „uns“ die an der islamischen Weltverschwörung beteiligten Wissenschaftler verpasst haben müssen. Obwohl Sie, Frau E., ja schon am Beginn Ihres Aufsatzes klargestellt haben, dass Sie keineswegs eine Verschwörungstheoretikerin sind. Um dies nachdrücklich zu unterstützenen, zitiere ich weiter den Wikipedia-Eintrag:

Ein wesentliches Merkmal von Verschwörungstheorien ist der normative Maßstab. Vorgänge werden nicht wertneutral konstatiert, sondern von einem normativen Standpunkt aus kritisiert.

Und ich, Frau E., habe nicht mal den allerkleinsten Zweifel daran, dass Sie „uns Gutmenschen“ von einem wertneutralen Standpunkt aus betrachten und sich nicht etwa überlegen fühlen, weil Sie sich im Besitz der reinen, absoluten Wahrheit wähnen:

„In Diskussionen über das Thema Islam mit lieben Islamverstehern (Gutmenschen), kommt irgendwann der Punkt, wo sie erschöpft sind, wo sie mit dem Rücken an der Wand stehen, wo sie merken, dass ihre Zirkelschlusslogik und ihre Strohmannargumente gegen Fakten nicht mehr ankommen, wo sie ausgepowert sind und keine Lust mehr haben, wo ihnen nichts mehr einfällt…“

Eines vergleichbaren Verlaufs einer Diskussion zwischen Ihnen und mir kann ich mich in diesem Thread allerdings durchaus nicht entsinnen… Trotzdem schätze ich an Ihnen, dass sie niemals vereinfachen und stereotypisieren.

„…und dann ziehen sie ihre allerletzte Waffe aus dem Sack und fragen triumphierend: Willst Du alle Moslems umbringen?“

Sie „neigen… irgendwie… zu einer Ansicht“, Frau E. und weil Sie es sind ist das natürlich beinahe genauso gut wie ein richtiges Argument:

„Es kommt so häufig, dass ich zu der Ansicht neige, es kommt immer …. und da, wo’s nicht kommt, hat man selber argumentativ geschwächelt oder vorzeitig aufgegeben, weil’s einem zu blöd wurde, gegen Mauern zu reden. Mit Sachkenntnis und Ausdauer kann man irgendwie wohl jeden Islamversteher dahin treiben, dass er das fragt.“

„Sachkenntnis und Ausdauer…“ Wohl eher das letztere, Frau E., mit der Sie Ihre Thesen, fast möchte ich sagen, Glaubensgrundsätze, wiederholen, wiederholen und immer und immer, immer, immer und immer wieder wiederholen, ohne sie jemals auch nur ein einziges Mal zu beweisen. Und offenbar ermüden Sie damit nicht nur jedesmal Ihre Diskussionspartner, auch Ihnen selbst wird es mittlerweile schon so langweilig, dass Sie ihren Grundsatzthesen ein frische, ironisch-zynische Verpackung verpassen:

„-Yepp, sollte man darauf (auf diese Frage) sagen. Du hast es erfasst. Ich bin wie Adolf Hitler, bloß schlimmer. Er wollte alle Juden ermorden, aber damit halte ich mich nicht auf, von denen gibt’s mir zu wenige. Ich nehme lieber Moslems, von denen gibt’s hundert mal soviele. Und zu dem Zweck haben meine Mitstreiter und ich ein fingiertes Hetzwerk namens Koran geschrieben…“

Ein „Hetzwerk“, das neben den Suren die Sie immer zitieren, auch solche enthält (die Sie in „Mein Kampf“ vermutlich nicht finden würden):

5:32 Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Israels verordnet, dass, wenn jemand einen Menschen tötet – es sei denn für (Mord) an einem anderen oder für Gewalttat im Land -, so soll es sein, als hätte er die ganze Welt getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, so soll es sein, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. Und Unsere Gesandten kamen zu ihnen mit deutlichen Zeichen; dennoch, selbst nach diesem, begehen viele von ihnen Ausschreitungen im Land. (Quelle)

So ist das nunmal mit tausend Jahre alten religiösen Texten. Damit lässt sich alles beweisen – und auch das genaue Gegenteil…

„…tausende von bärtigen Männern […] bestochen, [die] Hetzreden […] halten und Steinigungen und Kopfabhackereien […]“

Millionen von Muslimen tun nichts dergleichen…

„…20 Millionen Millionen Moslems nach Europa geholt…“

20 Billionen? Echt? Im übrigen sind Migrationsbewegungen ein vollkommen natürlicher Vorgang, die es zu allen Zeiten in allen Weltregionen gegeben hat, ja, geradezu als ein Motor der Weltgeschichte gelten können…

„Straßenkriminelle… (die)… Mädchen ohne Kopftuch als Schlampen […] beschimpfen oder gar […] belästigen und […] vergewaltigen.“

Die spannende Frage wäre hier doch, Frau E., ob sich die Motivation von Straßenkriminellen tatsächlich in einer logischen Kausalkette bis in den Koran zurückverfolgen lassen…

„Hunderttausende […] wegen ein paar Strichmännchen auf der Straße […] randalieren…“

Die Mohammed-Karikaturen der „Jyllands-Posten“ wurden schon am 17. Oktober 2005 in der ägyptischen Zeitung Al Fagr veröffentlicht – ohne irgendwelche Massenproteste oder Randalierungen. Erst durch die Erstellungen eines „Dossiers“ zweier Imame und der Beifügung einiger gefälschter Karikaturen grob beleidigenden Inhalts kam es Anfang 2006 zu den gewünschten Massenprotesten und Gewaltexzessen, die 140 Menschenleben kosteten. Der Karikaturenstreit war somit eine gezielte Aufhetzung der Bevölkerung durch Ihre Hetzer-Kollegen auf der muslimischen Seite, Frau E.

„…am 11. September 2001 das World Trade Center zerstört…“

Die Reaktion auf „9/11“ war der Afghanistan-Krieg Ende 2001, welcher zwischen 20.000 und 50.000 zivile Todesopfer forderte (Recherchen von Jonathan Steele, “The Guardian”, eine offizielle Zahl gibt es nicht). Das ist die zehnfache Anzahl der zivilen Todesopfer von New York, Washington und Shanksville… Reicht Ihnen das noch immer nicht?

„…über 9.000 tödliche Anschläge im Namen des Islam verursacht…“

Sie spielen hier auf den „Toten-Ticker“: „Tödliche Terrorattacken seit 9/11“ an, der auf sämtlichen „islamkritischen“ Webseiten zu finden ist. Da zu dieser Zahl hauptsächlich Anschläge des irakischen Bürgerkrieges beitragen, bei denen hauptsächlich irakische Zivilisten und somit Muslime getötet werden, taugt dies als Argument gegen die „Islamisierung Europas“ wohl kaum…

„…diese unverschämte Frage…“ (aka „Willst Du alle Moslems umbringen?“)

Die – wohlgemerkt – Sie selbst aufgeworfen haben. Mit wem diskutieren Sie eigentlich? Mit sich selbst?

„…aus Gehässigkeit geboren und ersetzt das, was man normalerweise jemandem entgegenhält, dessen Ansichten man nicht teilt: Argumente.“

Ihr imaginärer, gutmenschlicher und gehässiger Diskussionspartner bringt also keine Argumente. Sehr bedauerlich. Warum denken Sie sich nicht einfach einen anderen aus? Oder führen reale Diskussionen? Weil Sie selbst argumentiv nicht das Geringste zu bieten haben?

„…glaube ich, dass man die Frage als Anzeichen werten kann, dass man die Diskussion auf ganzer Linie „gewonnen“ hat. Aber dann könnte ja auch ein „Ja, Du könntest recht haben“ kommen. Und ich glaube, das kommt. Das kommt implizit in der provokanten Frage mit.

Denn sie sagt aus:

„Wenn das alles wahr wäre, was Du sagst, was bliebe uns dann anderes übrig, als alle Moslems umzubringen? Weil ich das nicht will, darf nicht wahr sein, was Du sagst.“

Das ist schon ein interessanter Punkt, Frau E. Gerade oben warfen Sie „gutmenschlichen“ Diskussionspartnern noch vor, es käme immer

„…irgendwann der Punkt […] wo sie merken, dass ihre Zirkelschlusslogik und ihre Strohmannargumente gegen Fakten nicht mehr ankommen…“

…und hier brillieren Sie selbst mit Zirkelschlusslogik par excellence: Sie behaupten, alle „gutmenschlichen“ Argumente gegen Ihre Ideologie liessen sich zwangsläufig auf die von Ihnen auch noch selbst formulierte „unverschämte Frage“: „Willst du alle Moslems umbringen?“ zurückführen. Und dann behaupten Sie, diese Frage impliziere doch, dass Ihr Gegenüber Ihnen eigentlich zustimme und somit alle Gegenargumente eigentlich heimliche Zustimmung bedeuteten.

Zirkelschlusslogik und Behauptungen („Strohmannargumente“) sind offenbar nur „Islamkritikern“ erlaubt. Und wissen Sie was, Frau E.? Da stimme ich Ihnen zu. Erstens bedürfen „wir Gutmenschen“ derer nicht und zweitens würden dann so amüsante Texte wie der Ihre der Welt unwiderbringlich verloren gehen…

Perlen des Internet: Offener Brief einer deutschen Bloggerin im Namen „des Westens“ an „die Moslems“. Eine Analyse.

Das unmotivierte Herumsurfen im Web offenbart manchmal Überraschendes. Lustiges. Hoffnungen und Visionen. Absurdes… und Größenwahnsinniges. Die (aus ihrer Sicht) positive Vision einer Welt, in der Leute wie sie die Meinungsführerschaft der westlichen Welt übernommen haben, beschreibt eine deutsche Bloggerin hier. Diese ihre westliche (Traum-) Welt vertritt in ganz und gar undemokratischer Weise eine Einheitsmeinung (zumindest der islamischen Welt gegenüber), als deren Botschafterin sich die Bloggerin versteht (wobei sie offenbar vollständig verkennt, das viele Millionen Moslems längst Teil der westlichen Welt sind). In diplomatischer Mission ist sie nun unterwegs, endlich den wahren Dialog mit „den Moslems“ aufzunehmen. Da sie sich das Recht herausnimmt, „im Namen der westlichen Welt“ zu sprechen, deren Teil ich ja auch bin, nehme ich mir das Recht, auf ihre Botschaft gründlich einzugehen…

„Liebe Moslems,
Ihr und wir – wir sind Feinde. Wir finden es an der Zeit, dass wir das offen aussprechen. […] Wir sind (eurem)… Rat, inzwischen gefolgt. Wir haben Obsession gesehen, wir haben Bat Ye’Or und Robert Spencer gelesen, wir haben die Videobotschaften Osama Bin Ladens sowie die Aussagen der Islam-Gelehrten aus aller Welt […] und Herrn Achmedinedschads zur Kenntnis genommen.“

Aber warum hat sie nicht mal mit dem türkischen Gemüsehändler unten an der Straße über den Islam diskutiert? Für ein unvoreingenommenes Bild taugen die genannten Informationskanäle wohl kaum: Die britische Autorin Bat Ye’or ist – natürlich rein zufällig – die Vordenkerin der „schleichenden Islamisierung Europas“, hat Begriffe wie „Eurabia“ oder „Dhimmitude“ erfunden bzw. geprägt. Vergleichbares gilt aus amerikanischer Sicht für Robert Spencer. Der Film „Obsession“ (Untertitel: The Radical Islam’s War Against the West) beinhaltet zumindest nur eine Seite des Islam. Alle genannten Quellen haben eines gemeinsam: Sie behandeln islamische Gesellschaften mit der analytischen Tiefe einer Sperrholzplatte. Auch radikale Islam-Gelehrte und der iranische Maulheld Ahmadinejad verkörpern nur eine Seite der islamischen Welt, auch wenn sie es selbst sicher gerne anders hätten. Was unsere „westliche Botschafterin“ hier macht, ist die Glaubensgrundsätze ihrer Sekte der sogen. Islamkritiker zu zitieren. Da könnte ich auch mit einem Zeugen Jehovas auf Grundlage des „Wachturms“ über Atheismus diskutieren.

Rhetorisch geschickt vollzieht die „westliche Botschafterin“ jetzt ein Wende:

„Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir uns für unser Verhalten, das wir an den Tag legten, als wir das alles noch nicht wussten, entschuldigen müssen. Es war unser Fehler, nicht Eurer, dass wir so lange interesselos und unwissend gegenüber Euch blieben…“

Wofür entschuldigen? Für die zivilen Bombentoten der Kriege in Afghanistan und Irak? Die US-Militärbasen in den ölreichen und hauptsächlich arabisch geprägten Regionen der Welt? Die US-Interventionen in die Innenpolitik z. B. Irans und Indonesiens in den vergangenen 50 Jahren? Dafür, dass wir durch und durch korrupte und repressive Diktaturen in muslimischen Ländern mit unseren Petrodollars unterstützen?

„Wir entschuldigen uns auch dafür, dass wir Euch über lange Zeit hinweg mit einem “Dialog” belästigt haben… Insbesondere entschuldigen wir uns für diejenigen unter uns, die den fürchterlich beleidigenden Begriff “Islamismus” geprägt haben, um die besonders Rechtgläubigen und Korantreuen unter Euch zu verunglimpfen.“

Nein, laut der „westlichen Botschafterin“ entschuldigen wir uns dafür, dass wir mit Moslems geredet haben und nicht schätzungsweise 1,3 Mrd. Menschen über einen Kamm scherten. Ich vermute auch, es handelt sich hier um den tödlichen Gebrauch der Waffe Ironie.

„Der Versuch, Euch schulmeisterlich Eure eigenen Religion erklären zu wollen (“Islam heißt Frieden”) war ein unglaublicher Fauxpas, und wir verstehen daher, dass Ihr Euch häufig an unserer Arroganz gestört habt.“

Ach? Haben „wir“ das?

„Dass Ihr Euch die Formulierung “Islam heißt Frieden” ebenfalls zu eigen gemacht habt, tragen wir Euch nicht nach – wissen wir doch, dass Euch Euer Prophet Mohammed höchstpersönlich empfohlen hat, zum Kunstgriff der Lüge ( Taqiyya) zu greifen, wenn Ungläubige zu stark sind, um militärisch unterworfen zu werden.“

Ich rede zwar mit euch, aber antworten braucht ihr gar nicht erst, denn ihr seid grundsätzlich alle Lügner, alle! Und das hat auch gar nichts damit zu tun, dass wir euch schulmeisterlich eure eigene Religion erklären. Oder die Arroganz besitzen, zu behaupten, euch vollkommen zu durchschauen!

„Nun, wir wissen inzwischen, was Ihr wollt. Ihr wollt das Dar al-Islam auf Kosten des Dar al-Harb ausbreiten und langfristig die Herrschaft des Islam über die ganze Welt installieren. […] Der Djihad umfasst auch demographische Bemühungen, Migration, Da’Wa (Missionierung), Taqiyya (geschickte Lüge), den Djihad der Feder (Propaganda) und den Einsatz ökonomischer Mächt (Petrodollars).“

ALLE Muslime, angefangen beim iranischen Ayatollah Khamenei über den saudischen Ölscheich, den libanesischen Geschäftsmann, den westafrikanischen Fulbe-Nomaden bis hin zur indonesischen Putzfrau und dem türkischen Gemüsehändler in Europa vereint nur ein Ziel: Die Vernichtung des Westens. Es muss eine schreckliche Welt sein, in der die arme Verfasserin dieser Zeilen lebt. Die Frage ist nur, lebt sie vielleicht größtenteils allein in dieser Welt? „Ein paranoider Mensch glaubt oft, dass andere beabsichtigen, ihn zu schädigen, zu betrügen oder auch zu töten. Oft kann er dafür auch „Beweise“ präsentieren, die ihm völlig überzeugend scheinen, für Außenstehende dagegen überhaupt nichts besagen. Diese Überzeugungen sind wahnhaft. Der Patient ist durch nichts von ihnen abzubringen, rationale Argumente und Überzeugungsversuche von Außenstehenden haben keinen Erfolg und sind vielmehr kontraproduktiv, da sie das Mißtrauen der paranoiden Person nur noch verstärken.“ (Zitat: wikipedia – Paranoia)

„Ihr wisst, das Ungläubige sich gegen Euch wehren. Islamische Kriegsherren der Vergangenheit wussten (das) sehr wohl… Wenn Ihr davon ausgingt, dass die Juden Israels eine Islamisierung Ihres Landes im Sinne eines islamisch beherrschten “Palästina” mit eventuell geduldeter reduzierter jüdischer Dhimmi-Bevölkerung wünschten, dann müsset Ihr sie nicht in die Luft sprengen oder mit Raketenangriffen und nuklearen Drohungen aus Teheran zermürben. Dann müsstet Ihr Ihnen einfach nur den Vorschlag machen und darauf warten, dass sie begeistert zustimmen.“

Gott, Frau Botschafterin, ich krieche durch Ihre Gehirnwindungen und versuche, zu verstehen, was Sie wohl meinen könnten. In den sogen. Türkenkriegen Europas mit dem Osmanischen Reich vom 15. bis 18. Jh. und haben (wie der Name schon sagt) Türken Europa angegriffen – keine Araber (Palästinenser) und auch keine Perser (Iraner). Wenn Sie sich die militärische Lage im Nahostkonflikt mal angucken, kann von einer drohenden Islamisierung Israels ja wohl nicht im entferntesten die Rede sein. Eher davon, dass Israel die Mehrzahl der Palästinenser nicht integrieren kann, weil es sonst seinen Charakter als jüdischer Staat verlöre und die arabischen Anrainer die staaten- und damit rechtlosen Palästinenser als politisches Faustpfand einsetzen.

„Unglücklicherweise befinden sich bereits eine große Anzahl Eurer Kolonisten in unseren Ländern. Wir sind uns bewusst, dass viele davon nicht wissen, dass sie als Kolonisten fungieren […] Wir sehen keinen Grund, einen Dialog mit unwissenden Privatpersonen zu führen… […] Wir müssen diesen Dialog auf der Grundlage Eurer und unserer ideologischen Ausrichtung führen – mit denjenigen, die sie ernst nehmen und nicht mit […] Einzelpersonen.“

An dieser Stelle komme ich ohne ein Wörterbuch Absurdisch – Deutsch nicht weiter. Kolonisten, die nicht wissen, dass sie Kolonisten sind und mit denen wir deshalb nicht sprechen können? Mit den Djihadisten können wir doch auch nicht sprechen, wie Sie oben bereits anmerkten, da sie verpflichtet seien, uns geschickt anzulügen (zu Taqiyya-ieren)? Mit wem können wir dann sprechen? Oder geht es Ihnen etwa darum, zu betonen, dass wir gar nicht reden sollten? Dass wir „den Dialog auf Grundlage unserer (westlichen) Ideologie führen“ sollten, d. h. mit Waffengewalt in ihre Länder einzumarschieren? Ich weiss nicht, ob dies einer vielbeschäftigten Frau wie Ihnen eventuell entgangen ist, aber eigentlich tun wir das bereits…

„Wir entnehmen aus den Äußerungen islamischer Organisationen und auch islamischer Einzelpersonen (und deren feindseligem Verhalten) in unserern Ländern, dass Moslems im Westen sich nicht wohlfühlen und uns nicht mögen.“

Friedliche muslimische Einzelpersonen werden also von Ihnen grundsätzlich nicht angehört, aber sobald eine fanatische Gruppe „Tod allen Ungläubigen“ schreit oder ein 14-jähriger Türke „Ey, du scheiss Schinkenfresser“ sagt, sprechen diese für die Gesamtheit der Muslime. Irgendwie logisch, dass Ihnen das so erscheint, wenn sie die anderen nicht anhören wollen, meinen Sie nich?

„Wir würden das sehr gerne friedlich lösen, aber notfalls können wir auch gemein werden. […] Wir hoffen, dass Ihr diese Ehrlichkeit, die Ihr von uns leider bisher nicht gewohnt ward, zu schätzen wisst.“

Ehrlichkeit sind sie von uns vielleicht nicht gewohnt, aber dass wir „gemein“ sein können, das wissen sie schon, „die Muslime“, dazu bedarf es nicht erst Ihrer klaren Worten. Es genügen ja auch schon einige simple Google-Anfragen: Abu Graibh, Haditha, Baghdad bombed by US Air force oder auch diese kleine, nette Szene hier (via Rollmops im Kanzlerbunker).

„Ebenfalls finden wir es nicht so gut, dass unsere Wirtschaften einerseits teuer für das Öl aus islamischen Ländern bezahlen und andererseits mit zunehmend drückenderen Steuern islamische Migranten, die wir für gar nichts brauchen, mittels Sozialleistungen durchfüttern.“

Ihnen ist aber schon klar, Frau „Botschafterin“, dass der hohe Ölpreis auf die Angebot- und Nachfragesteuerung des Weltmarktes zurückgeht und sie aufgrunddessen allenfalls die Chinesen beschuldigen könnten? Für die Marktwirtschaft können „die Muslime“ nun doch tatsächlich nichts – ich war sogar davon ausgegangen, dass diese Bestandteil ihrer oben angesprochenden „westlichen Ideologie“ ist… Was die Sozialleistungen für Migranten angeht, da haben sie offenbar keine Ahnung, wie schwer es für einen nichtdeutschen Bürger ist, diese in Anspruch zu nehmen (Stichwort: Asylbewerberleistungsgesetz). Wäre ja schon ziemlich blöd von den Politikern, überlegen Sie doch mal: Die Sozialleistungen für ihre deutsche Wählerschaft immer weiter zurückzufahren, Steuern- und Abgabenlasten für diese zu erhöhen – nur um Migranten „durchzufüttern“, die sie nicht mal wählen können. Das ist doch billigste NPD-Rhetorik und das aus dem Munde einer Botschafterin, die für den gesamten freien Westen spricht.

„Wir verpflichten uns ebenfalls, das Christentum nicht “mit dem Schwert” bzw. moderner Hochtechnologie-Kriegsführung in Euren Ländern zu verbreiten. Wir könnten das prinzipiell – wir haben es in Lateinamerika getan (und es war sehr hässlich). Wir möchten es aber heutzutage nicht mehr tun. Dass wir – wann immer wir den Eindruck gewinnen, Eure militärische Entwicklung könnte uns (einschließlich Israel) gefährlich werden – militärisch eingreifen, behalten wir uns davon unabhängig ausdrücklich vor.“

Nein, das Christentum verbreiten wir nicht mehr. Unser schranken- und bedingungsloser Turbokapitalismus braucht nur noch eure Rohstoffe und (ein bisschen) eure Märkte. Schwerter benutzen wir auch nicht mehr. Ist ja vieeeel zu anstrengend…

„[…] Wir würden uns über eine ehrliche Antwort sehr freuen. […]“

Ich dachte jetzt, das geht nicht, weil uns doch die Moslems fortwährend taqiyya-ieren?

„Euer Feind, der Westen”

Eine kurze Antwort habe ich auch vorbereitet:

Sehr geehrte Frau „Botschafterin des Westens“,

Schreiben Sie soviele Briefe wie, worüber und an wen Sie wollen. Aber schreiben Sie in Ihrem Namen, mit der hässlichen Fratze des Apologeten des „Clash of Civilisations“ im Gesicht, und NICHT (auch) IN MEINEM NAMEN.

Herzlichst – red.cloud


…cited:

"First rule about journalism: Don't talk about journalism. Or maybe that's fight club. Or whatever..." (Stephen Colbert)

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