Da ich aufgrund einer schlechten Erfahrung trackbacks zu meinen Artikeln sporadisch zurückverfolge und es mich auch oft freut, wenn mein Geschreibsel reflektiert, diskutiert und/oder weiterverarbeitet wird, stieß ich neulich auf dieses schweizer (?) „bezness“-Diskussionsforum. Und ich war so angenehm überrascht, wie es in der Bloggosphäre selten vorkommt.
Tatsächlich, wie auch eine der Damen bemerkte, der Artikel ist verdammt provokant und „bezness“-Betroffene können sich beim oberflächlichen Lesen davon persönlich angegriffen fühlen – auch wenn ich an einer Stelle äussere, dass ich es mir nicht herausnehme, Leidensgeschichten auf einer persönlichen Ebene anzugreifen – was hiermit nochmal betont sein soll. Allerdings ist Provokation oder eine gewisse „Zänkischkeit“ nicht nur der Bloggosphäre immanent (in der jeder einsam hinter seinem Rechner sitzt und sich für den Größten hält) sondern darüber hinaus eine grundlegende Eigenschaft des Mannes.
Ich stehe aber zu meinem Artikel, denn: Erstens, der unerträglich selbstgerechte Ton auf dieser speziellen Webseite 1001geschichte.de („Bezness verstößt gegen die Menschenrechte!!!“), der geht nicht an und kann nicht unkommentiert bleiben, weil man, zweitens, in der Lage sein sollte, soweit von der eigenen Person abstrahieren zu können, dass man persönliche, subjektive Erfahrungen nicht auf ganze Länder oder Erdteile überträgt (man lese nur mal den zitierten Kommentar am Ende meines Artikels) und, drittens, weil sowas dazu führt, dass man sich in seine Opferrolle zurückzieht, diese anzieht wie einen alten, gemütlichen Mantel und genau das einer/einem bei der Verarbeitung eines solchen Erlebnisses nicht weiterhilft. Im Gegenteil, das Eingeständnis, dass man mitschuld ist, wenn man betrogen/überfallen/ausgeraubt/entführt wurde, ist fundamental dafür, mental mit diesen Erlebnissen abzuschliessen und weiterzumachen. Dass sich festnageln auf die Opferrolle führt dazu, dass ein Arsch einer/einem das ganze Leben versaut.
Letzteres ist für mich der entscheidene Punkt. Was ich aber in dem Artikel getan habe, ist, die durch die Webseite 1001geschichte.de vermittelte Haltung auf alle „bezness“-Betroffenen zu projizieren. Das man das nicht tun kann/darf, das beweisen die Diskutantinnen des besagten „bezness“-Diskussionsforums. Fühlen die sich etwa angegriffen von der provokanten „Hülle“ des Artikels, von dem ich-bin-der-Größte-Brustgetrommel des Mannes im Autoren? Nein, ohne irgendwelche Umschweife stoßen sie zum Kern des Artikels vor, ganz so wie ich es gemeint, aber vielleicht nicht direkt genug gesagt hatte. Deswegen blogge ich.
Nachvollziehbar, das das erfreuliche Blogererfahrungen sind. Vermittelt jedenfalls viel Feedback. Aber so richtig wollten die Betroffenen auch nicht an die Fragestellung der Mitschuld herangehen. Ich vermeinte Verlegenheit zu spüren.
Mitschuld lässt sich fast immer eröffnen. Ich war mal Mitwirkender bei einem Fluchthilfeunternehmen und erzählte dies einem Menschen, der sich später als Stasimitarbeiter herausstellte. Auf einmal hatte mein Leben lauter Schikanen und auch Nachstellungen kamen vor. Meine Mitschuld war dann nicht verschwiegen genug gewesen zu sein. Diese Schuld nehme ich gerne auf mich. Andererseits zeigt diese Mitteilung, das ich wohl aus diesem Fehler nicht gelernt habe. Für das Ideal von Freiheit würde ich noch immer viel Blödsinn machen und mir nichts verbieten lassen.
Ich spüre aber doch, das ich die Opfer in Schutz nehmen möchte. Haben Sie denn Ihren Anteil einer Mitschuld an der Ihnen widerfahrenden Entführung klären können ? Krasser Fall, ist man bei einer Entführung wirklich mitschuld ? Da sind Leute, für die man in ein Opferprofil passt und die gegen jede Gegenwehr Ihre Absicht verwirklichen. Da kann ich mir eigentlich keinen Einfluss auf die Situation vorstellen.
Da war man nur zur falschen Zeit am falschen Ort.
Die hier beschriebenen Opfer waren natürlich ständig verwickelt in die Situationen und aus diesem Grund wird es auch Schuldgefühle geben. Der Zeitpunkt, wo sie noch hätten aussteigen können, war jedenfalls da. Aber ist das nicht etwas, was man erst hinterher weiß ? Wenn sie es brauchen sich der Täuschung gegenüber als Opfer zu fühlen, so stört mich das keineswegs. Wenn Reflexion über mehrere Phasen gehen muss, will ich das nicht überspringen. Sie zielen zu sehr auf einen Endpunkt, zu dem man es auch genug sein lassen kann. Eine Vorraussetzung dafür wird aber Gründlichkeit sein. Es gilt dem Unterbewußten seine Eigenlebdynamik bei traumatischen Erfahrungen zu nehmen. Je mehr bewußt wird, umso besser. Wenn die Frage nach der Mitschuld hilft, immerhin geht es ja auch darum sich gegenüber eigenen Schwächen zu präparieren, dann sollte man das auch machen.
Hauptsache der Vorwurf der Mitschuld löst kein Mitgefühl auf und schmälert die Anteilnahme, nach der sich bestimmt gesehnt wird. Sich verwickelt haben zu lassen, stand ja auch eine hineinziehende Intelligenz gegenüber und he, auf unsere Schwächen fallen wir alle herein.
Wäre vielleicht interessant dazu:
http://basisreligion.reliprojekt.de/taeter.htm
http://www.ppt.dtpnet.de/Texte/opfer-t.htm
Natürlich gehen nicht alle Fälle auf die hier geschilderten Hintergründe zurück.
Wo hälst Du Dich auf? Wie fließt das in eine neue Mitteilungsform? Du langweilst uns, wenn wir nichts Neues zu lesen bekommen. Du hast Dich längst bewegt! Und…- wer sich schreibend sich selbst anbietet kann keine Maske tragen. Versuche also erst gar nicht eine aufzusetzen! Wir wollen nicht nur Meldungen lesen, sondern auch ganz speziell Dich dabei spüren! Zeitungen haben Masken, Du brauchst keine zu haben! Du stehst ganz für Dich alleine da, bist unabhängig Dich nach anderen ausrichten zu müssen. Von Dir sollte es so ehrlich und aufrichtig kommen, wie nur möglich. Die, die von Dir etwas lesen wollen, wollen sowohl auf den Inhalt, als auch auf Dich antworten. Gebe Dir also Mühe auf jeden Kommentar, auf jede Zuwendung zu Dich hin, zu antworten und suche Dir das nicht immer mit so einer Verhaltenheit aus! Du fängst mit einer schreibenden Darreichung eine Unterhaltung an und die, die Dich dabei mögen, antworten Dir. Im wirklichen Leben setzt Du das auch weiter fort. Es sind die gleichen Angebote! Sieh das doch endlich mal ein! Es kann nicht sein, das Dir die Antworten dafür ausgehen. Im wirklichen Leben wirst Du doch auch nicht mittendrin sprachlos. Und wenn Du genug hast, kannst Du das ja sagen. Das ist aber eine Lüge! Hier kann man solange beieiander bleiben, das es kein wirkliches Auseinandergehen gibt. Dies ist ein Ort der ständigen Rückkehr, außer Du eröffnest etwas Neues. Da aber alles stehen bleibt, kannst Du Dich zu jedem Ort bewegen. Wann fängst Du an Dich wirklich anzubieten und die Unterhaltungen aufzugreifen? Wir wollen doch nett sein zu Dir, oder uns an Dir reiben. Öffentlich und Privat-, als ob es da einen Unterschied für Dich zu geben bräuchte. Wenn wir nicht an Dich interessiert wären und dies nicht ein aufrichtiges Interesse wäre, würde man doch woanders nachschauen wollen und nicht bei Dir. Du darfst uns ruhig näher kommen! Und setz endlich diese dämliche Sonnenbrille ab! Wenn Du schon Inneneinblicke erlaubst und eine Unterhaltung beginnst, dann wollen wir Dir auch in die Augen schauen! Oder schaust Du gegen die blendende Sonne? Auf den Fotos Deiner Lesefreunde und Lesefreundinnen findest Du ja auch keinen, der sich verbergen muss. Wenn Dich das anzieht, dann sei doch selber anziehend. Wer sich in die Augen schaut, zieht sich an! Das weiß doch jeder! Und bei den Möglichkeiten alles herausfinden zu können, wäre es doch unlogisch, wenn es eine Angst über dargereichte Inhalte zu geben bräuchte. Denke das zu Ende und komme uns endlich offen und aufgeschlossen entgegen. Du brauchst Dich nicht im Vorraus gegen etwas zu wehren, was es in der Realität gar nicht gibt. Und der kleine Wadenbeisser wird sich Deine Adresse schon nicht raussuchen. Der lässt nur mal Dampf ab. Werd locker Mann und willkommen in der Realität! Spiel auf, wie immer Dir das in den Sinn kommt! Wir wollen echte Begegnungen mit Dir haben! Wir wollen Dein Näheangebot beantworten und mit Dir in einer Unterhaltung zu Gange kommen. Näheangebot trifft auf Näheangebot!Vertiefendes Vertrauen und alles womit man sich dabei wohl fühlt und seine Freude und seinen Spaß hat, könnte die Folge sein. Du musst nur erkennen, das das schon längst Dein Willen ist und Du ihn nur noch ausführen brauchst.
Bis dann und ich bin neugierig, was Dir hoffentlich bald zu schreiben einfällt. Bleibe in Kontakt mit uns und lasse es nicht abreißen. Wir mögen Dich Mann! Da will Mann/Frau doch ein Wiedersehen haben! Mach Dich nicht so rar! Vielfältigste und dicht gestaffelte Einladungen sind längst draußen. Und der Ort, zu dem sich alle versammeln wollen , steht doch fest und dies ist dieser hier. Sie sind alle gekommen. Nun sei auch Gastgeber und Freund! Beglücke die Gesellschaft! Wir nehmen Dich auch alle in die Mitte!
edit admin
Editoral (Auszug)
Das Blog ist weder politisch-tagesaktuell und schon gar kein Online-Tagebuch. Persönliche und private Dinge bleiben weitestgehend aussen vor – von irgendwelchen persönlichen Anfragen bitte ich entsprechend abzusehen. Es kann zu längeren Schreibpausen kommen, an texbezogenen Kommentaren bin ich dennoch sehr interessiert und beantworte sie auch. (siehe Kommentar-Regeln)
Kommentar-Regeln (Auszug)
- bleiben Sie beim Thema und schreiben sie nicht mehr als 3 aufeinanderfolgende Kommentare, das zerstört Diskussionskultur und macht den Kommentarbereich unübersichtlich
Wie kann ich Dir ein Foto von mir zukommen lassen?
Ich stehe da mehr auf Frauen, Norbert.
Ein Schattenumrissbild ist von vorneherein eine Lüge!
Das ist absurd. Es gibt gute Gründe, im Internet anonym zu bleiben. Zumindest, solange man auch noch ein Leben in der realen Welt hat. Wenn irgendwelche Behauptungen erstmal mit dem eigenen Namen verknüpft werden, gibt es nämlich kaum noch eine Möglichkeit, dagegen vorzugehen…
Dein Regelangebot ist scheiße, da muss was anderes stehen!Wer Höflichkeit will, will den Respekt und die Anerkennung untereinander. [...] Was also muss in Deinen Regeln stehen?
Regeln sind kein “Angebot”. Wenn Du hier kommentierst, dann hältst Du Dich daran, oder Dein Kommentar wird editiert/gelöscht. Du kannst meine Regeln gerne Scheiße finden. Und Du kannst einen eigenen Blog gründen und eigene Regeln aufstellen.
Muss man sich bei Dir anstrengen, um Dir näher zu kommen?
Das hat nichts mit Antrengung zu tun, sondern mit gegenseitiger Sympathie. Sympathie erfordert Empathie für die Persönlichkeit des Gegenübers. Du jedoch scheinst mir völlig unfähig zu sein, aus der Welt in Deinem Kopf zu abstrahieren, wie Du vielleicht auf Dein Gegenüber wirken könntest. Deine ellenlangen Kommentare sind zumindest für mich zum großen Teil völlig unverständlich.
Von Deinem Mittelpunkt geht alles aus.
Definitiv nicht. Und mein Name ist auch nicht L. Ron Hubbard, falls Du das glauben solltest.
…und wirst das Gesagte sofort begreifen.
Irgendwie nicht.
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Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, warum Du Dich derartig obsessiv mit meinem Blog und meiner Person beschäftigst. Jetzt mal Klarttext: Dein E-mail- und Kommentarstalking trägt für mich ganz offen soziopathische Züge. Vielleicht solltest Du Dich etwas mehr mit der Realität Deines Lebens beschäftigen – und nicht irgendjemanden, den Du gar nicht kennst, irgendwas andichten und erwarten, er müsse dann auf Dich reagieren. Es besteht ein großer Unterschied zwischen der inneren und äußeren Wirklichkeit. Mit wem ich persönlich etwas zu tun haben will und mit wem nicht, das entscheide ich ganz allein.
Dieser Blog hier hat nur sehr wenig mit meiner Person zu tun, wie an den langen Schreibpausen zu erkennen ist und soll schon gar nicht meine Persönlichkeit ins Internet abbilden. Das geht aus dem Editoral ganz klar hervor. Ich schreibe hier nur, wenn ich mich mit einem Thema beschäftige und Lust und Zeit habe, dazu etwas zu schreiben. Nicht mehr. Es geht hier keinesfalls darum, eine Anhängerschar mit meinen Texten zu befriedigen.
Gruß – red.cloud
Wow, das nenn ich mal positives feedback! Vielen Dank dafür!
die moderatoren von http://www.againstbezness.de
darf ich das noch mal verbessern….?! Die Macht der Gewohnheit. Sorry an alle Schweizer
es muss natürlich heißen:
http://www.againstbezness.ch
ach hanne, da war wohl der wunsch der vater des gedanken…
auch von mir herzlichen dank an den betreiber dieser seite für die positive erwähnung.
es stimmt, wir bemühen uns, sachlich zu informieren, zusammenhänge und hintergründe aufzuzeigen.
dass eher zögernd auf die frage der “mitschuld” eingegangen wird, liegt auf der hand. menschen, die diese erfahrung gemacht haben oder vielleicht noch mittendrin stecken, sind sehr sensibel. im grunde wissen sie um ihren anteil, aber da in dem moment das selbstwertgefühl im keller ist, ist es nicht angebracht, in der wunde zu stochern.
wir regen jedoch immer an, auch das eigene verhalten zu reflektieren, sich auch selber die eigene verdrängung einzugestehen und dann den blick nach vorne zu richten.
beste grüsse
hadiyati
administrator againstbezness
Na, da haben aber sehr sehr viele Damen bei http://www.againstbezness.ch aber andere Erfahrungen machen müssen.
Es wurden extreme Angriffe gegen Personen vorgenommen und selbst vor Rufmord schreckten sie nicht zurück, ähnlich wie bei 1001.de.
Das Ch-Forum ist nur ein Abklatsch und genauso bescheuert in ihrer Diskussionsgrundlage. Wer denen nicht paßt wird gemobbt und rausgeschmissen. Nein, hilfreich und informativ ist weder das eine noch das andere.
Es kämen reichlich Personen zusammen, die das alle bestätigen könnten. Beider Foren sind unter aller Würde – und von Menschenrechten haben beide keine Ahnung. Genauso wenig verfügen sie über Einfühlungsvermögen.
Eine ansolute Unverschämtheit, was dort hinter den Gardinen abläuft.
soll das hier nun eine plattform werden für enttäuschte damen?
sehr, sehr viele damen können es nicht gewesen sein…denn das forum ist noch jung, ergo gibt es noch nicht so viele mitglieder.
es gab eine zeit, wo einige damen ganz extrem wind gemacht und sich schliesslich verabschiedet haben, insgesamt 6 personen…;-)
extreme angriffe und rufmord gibt es bei uns nicht! im gegenteil, DARIN wollen wir uns unterscheiden von anderen foren, denn in unserem slogan kommt das wort “kampf” nicht vor!
leider gibt es die sogenannten forumsnomaden, die ihre geschichte anbringen, wo immer sie können. wer nicht auf dieser welle reitet oder gar kritisch hinterfragt, erhält dann solche beurteilungen wie oben.
hintergründe und zusammenhänge sind wenig relevant, da kommt es mehr auf aufmerksamkeit und bestätigkeit an. menschenrechte? man verzeihe mir, wenn ich schmunzle, aber diejenigen, die am lautesten rufen, beachten menschenrechte am wenigsten, denn es geht ihnen ausschliesslich um die eigene person.
againstbezness und team wünschen den damen ein forum, dass ihren vorstellungen und ansprüchen gerecht wird!
hadiyati
(admin. againstbezness)
Vielen Dank, die Damen, für das positive Re-Feedback
und Grüße aus Kochi, Indien