Offenbar euphorisiert von der friedvollen und toleranten Atmosphäre beim „Gegen die Islamisierung Europas“-Vorkämpfer-Blog PI oder – möglicherweise – auch mit ein oder zwei Pikkolöchen zuviel im Blutkreislauf, liess sich ein „politisch inkorrekter“ Kommentator dazu hinreissen, PI als leuchtendes Beispiel für „bürgerschaftliches Engagement gegen menschenverachtende und verfassungsfeindliche Ideologien“ (gemeint ist „der Islam“) für den „Wettbewerb für Demokratie und Toleranz 2007“ des „Bündnisses für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt“ vorzuschlagen.
Wie PI das Attribut „gegen Extremismus und Gewalt“ interpretiert, dürfte klar sein (Schuld sind: die Mossssleeeemmss!), wie PI seiner Meinung nach die Anforderung „To- le- ranz“ zu erfüllen gedenkt, darüber liess uns der Kommentator leider im Unklaren. Vielleicht im Tolerieren von Kommentaren wie diesem?
#7 L. (17. Aug 2007 21:59)
Islam ist die absolute Perversion des Handelns und Denkens – sofern diese Musel – Primaten des Denkens überhaupt fähig sind! (Quelle)
Der Watchblog Islamophobie, der sich immer wieder (und ich muss schon sagen, leider nicht ganz zu Unrecht!) als Anti-PI-Pamphlet verleumdet sieht und diesem Negativ-Image gerne entgegenwirken möchte, hat die Gelegenheit jedenfalls beim Schopf gepackt und sich dieser Initiative sofort begeistert angeschlossen. Und auch der Autor dieses Blogs möchte – da ihn die Antwort des „Bündnisses für Demokratie und Toleranz“ schon wirklich sehr interessieren würde – dazu auffordern, politicallyincorrect.de doch beim Wettbewerb als Kandidaten einzureichen. Nötig dafür sind maximal fünf Din-A4-Seiten Projektbeschreibung, zu gewinnen gibt es 5.000 € – die restlichen Teilnahmebedingungen hier…
Falls es übrigens – wider Erwarten – mit diesem Wettbewerb nicht klappen sollte, bestände vielleicht auch die Möglichkeit, PI beim „Alternativen Medienpreis“ im Bereich Online einzureichen. Sternstunden des investigativen Amateurjournalismus sind hier und hier dokumentiert.

PI muss den Pulitzerpreis bekommen. Mindestens. Für kreatives Wiederaufkochen abgestandener Meldungen.
Ja, wenn es beim Pulitzer-Preis auch noch Kategorien gäbe, für das willkürliche Verknüpfen völlig unzusammenhängender Meldungen, das Aufbauschen von Kleinigkeiten und das Verbreiten von Verschwörungstheorien, dann wäre PI sicher auf Jahre hinaus unschlagbar.