Das unmotivierte Herumsurfen im Web offenbart manchmal Überraschendes. Lustiges. Hoffnungen und Visionen. Absurdes… und Größenwahnsinniges. Die (aus ihrer Sicht) positive Vision einer Welt, in der Leute wie sie die Meinungsführerschaft der westlichen Welt übernommen haben, beschreibt eine deutsche Bloggerin hier. Diese ihre westliche (Traum-) Welt vertritt in ganz und gar undemokratischer Weise eine Einheitsmeinung (zumindest der islamischen Welt gegenüber), als deren Botschafterin sich die Bloggerin versteht (wobei sie offenbar vollständig verkennt, das viele Millionen Moslems längst Teil der westlichen Welt sind). In diplomatischer Mission ist sie nun unterwegs, endlich den wahren Dialog mit „den Moslems“ aufzunehmen. Da sie sich das Recht herausnimmt, „im Namen der westlichen Welt“ zu sprechen, deren Teil ich ja auch bin, nehme ich mir das Recht, auf ihre Botschaft gründlich einzugehen…
„Liebe Moslems,
Ihr und wir – wir sind Feinde. Wir finden es an der Zeit, dass wir das offen aussprechen. […] Wir sind (eurem)… Rat, inzwischen gefolgt. Wir haben Obsession gesehen, wir haben Bat Ye’Or und Robert Spencer gelesen, wir haben die Videobotschaften Osama Bin Ladens sowie die Aussagen der Islam-Gelehrten aus aller Welt […] und Herrn Achmedinedschads zur Kenntnis genommen.“
Aber warum hat sie nicht mal mit dem türkischen Gemüsehändler unten an der Straße über den Islam diskutiert? Für ein unvoreingenommenes Bild taugen die genannten Informationskanäle wohl kaum: Die britische Autorin Bat Ye’or ist – natürlich rein zufällig – die Vordenkerin der „schleichenden Islamisierung Europas“, hat Begriffe wie „Eurabia“ oder „Dhimmitude“ erfunden bzw. geprägt. Vergleichbares gilt aus amerikanischer Sicht für Robert Spencer. Der Film „Obsession“ (Untertitel: The Radical Islam’s War Against the West) beinhaltet zumindest nur eine Seite des Islam. Alle genannten Quellen haben eines gemeinsam: Sie behandeln islamische Gesellschaften mit der analytischen Tiefe einer Sperrholzplatte. Auch radikale Islam-Gelehrte und der iranische Maulheld Ahmadinejad verkörpern nur eine Seite der islamischen Welt, auch wenn sie es selbst sicher gerne anders hätten. Was unsere „westliche Botschafterin“ hier macht, ist die Glaubensgrundsätze ihrer Sekte der sogen. Islamkritiker zu zitieren. Da könnte ich auch mit einem Zeugen Jehovas auf Grundlage des „Wachturms“ über Atheismus diskutieren.
Rhetorisch geschickt vollzieht die “westliche Botschafterin” jetzt ein Wende:
„Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir uns für unser Verhalten, das wir an den Tag legten, als wir das alles noch nicht wussten, entschuldigen müssen. Es war unser Fehler, nicht Eurer, dass wir so lange interesselos und unwissend gegenüber Euch blieben…“
Wofür entschuldigen? Für die zivilen Bombentoten der Kriege in Afghanistan und Irak? Die US-Militärbasen in den ölreichen und hauptsächlich arabisch geprägten Regionen der Welt? Die US-Interventionen in die Innenpolitik z. B. Irans und Indonesiens in den vergangenen 50 Jahren? Dafür, dass wir durch und durch korrupte und repressive Diktaturen in muslimischen Ländern mit unseren Petrodollars unterstützen?
„Wir entschuldigen uns auch dafür, dass wir Euch über lange Zeit hinweg mit einem “Dialog” belästigt haben… Insbesondere entschuldigen wir uns für diejenigen unter uns, die den fürchterlich beleidigenden Begriff “Islamismus” geprägt haben, um die besonders Rechtgläubigen und Korantreuen unter Euch zu verunglimpfen.“
Nein, laut der „westlichen Botschafterin“ entschuldigen wir uns dafür, dass wir mit Moslems geredet haben und nicht schätzungsweise 1,3 Mrd. Menschen über einen Kamm scherten. Ich vermute auch, es handelt sich hier um den tödlichen Gebrauch der Waffe Ironie.
„Der Versuch, Euch schulmeisterlich Eure eigenen Religion erklären zu wollen (“Islam heißt Frieden”) war ein unglaublicher Fauxpas, und wir verstehen daher, dass Ihr Euch häufig an unserer Arroganz gestört habt.“
Ach? Haben “wir” das?
„Dass Ihr Euch die Formulierung “Islam heißt Frieden” ebenfalls zu eigen gemacht habt, tragen wir Euch nicht nach – wissen wir doch, dass Euch Euer Prophet Mohammed höchstpersönlich empfohlen hat, zum Kunstgriff der Lüge ( Taqiyya) zu greifen, wenn Ungläubige zu stark sind, um militärisch unterworfen zu werden.“
Ich rede zwar mit euch, aber antworten braucht ihr gar nicht erst, denn ihr seid grundsätzlich alle Lügner, alle! Und das hat auch gar nichts damit zu tun, dass wir euch schulmeisterlich eure eigene Religion erklären. Oder die Arroganz besitzen, zu behaupten, euch vollkommen zu durchschauen!
„Nun, wir wissen inzwischen, was Ihr wollt. Ihr wollt das Dar al-Islam auf Kosten des Dar al-Harb ausbreiten und langfristig die Herrschaft des Islam über die ganze Welt installieren. […] Der Djihad umfasst auch demographische Bemühungen, Migration, Da’Wa (Missionierung), Taqiyya (geschickte Lüge), den Djihad der Feder (Propaganda) und den Einsatz ökonomischer Mächt (Petrodollars).“
ALLE Muslime, angefangen beim iranischen Ayatollah Khamenei über den saudischen Ölscheich, den libanesischen Geschäftsmann, den westafrikanischen Fulbe-Nomaden bis hin zur indonesischen Putzfrau und dem türkischen Gemüsehändler in Europa vereint nur ein Ziel: Die Vernichtung des Westens. Es muss eine schreckliche Welt sein, in der die arme Verfasserin dieser Zeilen lebt. Die Frage ist nur, lebt sie vielleicht größtenteils allein in dieser Welt? „Ein paranoider Mensch glaubt oft, dass andere beabsichtigen, ihn zu schädigen, zu betrügen oder auch zu töten. Oft kann er dafür auch „Beweise“ präsentieren, die ihm völlig überzeugend scheinen, für Außenstehende dagegen überhaupt nichts besagen. Diese Überzeugungen sind wahnhaft. Der Patient ist durch nichts von ihnen abzubringen, rationale Argumente und Überzeugungsversuche von Außenstehenden haben keinen Erfolg und sind vielmehr kontraproduktiv, da sie das Mißtrauen der paranoiden Person nur noch verstärken.“ (Zitat: wikipedia – Paranoia)
„Ihr wisst, das Ungläubige sich gegen Euch wehren. Islamische Kriegsherren der Vergangenheit wussten (das) sehr wohl… Wenn Ihr davon ausgingt, dass die Juden Israels eine Islamisierung Ihres Landes im Sinne eines islamisch beherrschten “Palästina” mit eventuell geduldeter reduzierter jüdischer Dhimmi-Bevölkerung wünschten, dann müsset Ihr sie nicht in die Luft sprengen oder mit Raketenangriffen und nuklearen Drohungen aus Teheran zermürben. Dann müsstet Ihr Ihnen einfach nur den Vorschlag machen und darauf warten, dass sie begeistert zustimmen.“
Gott, Frau Botschafterin, ich krieche durch Ihre Gehirnwindungen und versuche, zu verstehen, was Sie wohl meinen könnten. In den sogen. Türkenkriegen Europas mit dem Osmanischen Reich vom 15. bis 18. Jh. und haben (wie der Name schon sagt) Türken Europa angegriffen – keine Araber (Palästinenser) und auch keine Perser (Iraner). Wenn Sie sich die militärische Lage im Nahostkonflikt mal angucken, kann von einer drohenden Islamisierung Israels ja wohl nicht im entferntesten die Rede sein. Eher davon, dass Israel die Mehrzahl der Palästinenser nicht integrieren kann, weil es sonst seinen Charakter als jüdischer Staat verlöre und die arabischen Anrainer die staaten- und damit rechtlosen Palästinenser als politisches Faustpfand einsetzen.
„Unglücklicherweise befinden sich bereits eine große Anzahl Eurer Kolonisten in unseren Ländern. Wir sind uns bewusst, dass viele davon nicht wissen, dass sie als Kolonisten fungieren […] Wir sehen keinen Grund, einen Dialog mit unwissenden Privatpersonen zu führen… […] Wir müssen diesen Dialog auf der Grundlage Eurer und unserer ideologischen Ausrichtung führen – mit denjenigen, die sie ernst nehmen und nicht mit […] Einzelpersonen.“
An dieser Stelle komme ich ohne ein Wörterbuch Absurdisch – Deutsch nicht weiter. Kolonisten, die nicht wissen, dass sie Kolonisten sind und mit denen wir deshalb nicht sprechen können? Mit den Djihadisten können wir doch auch nicht sprechen, wie Sie oben bereits anmerkten, da sie verpflichtet seien, uns geschickt anzulügen (zu Taqiyya-ieren)? Mit wem können wir dann sprechen? Oder geht es Ihnen etwa darum, zu betonen, dass wir gar nicht reden sollten? Dass wir „den Dialog auf Grundlage unserer (westlichen) Ideologie führen“ sollten, d. h. mit Waffengewalt in ihre Länder einzumarschieren? Ich weiss nicht, ob dies einer vielbeschäftigten Frau wie Ihnen eventuell entgangen ist, aber eigentlich tun wir das bereits…
„Wir entnehmen aus den Äußerungen islamischer Organisationen und auch islamischer Einzelpersonen (und deren feindseligem Verhalten) in unserern Ländern, dass Moslems im Westen sich nicht wohlfühlen und uns nicht mögen.“
Friedliche muslimische Einzelpersonen werden also von Ihnen grundsätzlich nicht angehört, aber sobald eine fanatische Gruppe „Tod allen Ungläubigen“ schreit oder ein 14-jähriger Türke „Ey, du scheiss Schinkenfresser“ sagt, sprechen diese für die Gesamtheit der Muslime. Irgendwie logisch, dass Ihnen das so erscheint, wenn sie die anderen nicht anhören wollen, meinen Sie nich?
„Wir würden das sehr gerne friedlich lösen, aber notfalls können wir auch gemein werden. […] Wir hoffen, dass Ihr diese Ehrlichkeit, die Ihr von uns leider bisher nicht gewohnt ward, zu schätzen wisst.“
Ehrlichkeit sind sie von uns vielleicht nicht gewohnt, aber dass wir “gemein” sein können, das wissen sie schon, „die Muslime“, dazu bedarf es nicht erst Ihrer klaren Worten. Es genügen ja auch schon einige simple Google-Anfragen: Abu Graibh, Haditha, Baghdad bombed by US Air force oder auch diese kleine, nette Szene hier (via Rollmops im Kanzlerbunker).
„Ebenfalls finden wir es nicht so gut, dass unsere Wirtschaften einerseits teuer für das Öl aus islamischen Ländern bezahlen und andererseits mit zunehmend drückenderen Steuern islamische Migranten, die wir für gar nichts brauchen, mittels Sozialleistungen durchfüttern.“
Ihnen ist aber schon klar, Frau “Botschafterin”, dass der hohe Ölpreis auf die Angebot- und Nachfragesteuerung des Weltmarktes zurückgeht und sie aufgrunddessen allenfalls die Chinesen beschuldigen könnten? Für die Marktwirtschaft können „die Muslime“ nun doch tatsächlich nichts – ich war sogar davon ausgegangen, dass diese Bestandteil ihrer oben angesprochenden „westlichen Ideologie“ ist… Was die Sozialleistungen für Migranten angeht, da haben sie offenbar keine Ahnung, wie schwer es für einen nichtdeutschen Bürger ist, diese in Anspruch zu nehmen (Stichwort: Asylbewerberleistungsgesetz). Wäre ja schon ziemlich blöd von den Politikern, überlegen Sie doch mal: Die Sozialleistungen für ihre deutsche Wählerschaft immer weiter zurückzufahren, Steuern- und Abgabenlasten für diese zu erhöhen – nur um Migranten „durchzufüttern“, die sie nicht mal wählen können. Das ist doch billigste NPD-Rhetorik und das aus dem Munde einer Botschafterin, die für den gesamten freien Westen spricht.
„Wir verpflichten uns ebenfalls, das Christentum nicht “mit dem Schwert” bzw. moderner Hochtechnologie-Kriegsführung in Euren Ländern zu verbreiten. Wir könnten das prinzipiell – wir haben es in Lateinamerika getan (und es war sehr hässlich). Wir möchten es aber heutzutage nicht mehr tun. Dass wir – wann immer wir den Eindruck gewinnen, Eure militärische Entwicklung könnte uns (einschließlich Israel) gefährlich werden – militärisch eingreifen, behalten wir uns davon unabhängig ausdrücklich vor.“
Nein, das Christentum verbreiten wir nicht mehr. Unser schranken- und bedingungsloser Turbokapitalismus braucht nur noch eure Rohstoffe und (ein bisschen) eure Märkte. Schwerter benutzen wir auch nicht mehr. Ist ja vieeeel zu anstrengend…
„[…] Wir würden uns über eine ehrliche Antwort sehr freuen. […]“
Ich dachte jetzt, das geht nicht, weil uns doch die Moslems fortwährend taqiyya-ieren?
„Euer Feind, der Westen”
Eine kurze Antwort habe ich auch vorbereitet:
Sehr geehrte Frau „Botschafterin des Westens“,
Schreiben Sie soviele Briefe wie, worüber und an wen Sie wollen. Aber schreiben Sie in Ihrem Namen, mit der hässlichen Fratze des Apologeten des „Clash of Civilisations“ im Gesicht, und NICHT (auch) IN MEINEM NAMEN.
Herzlichst – red.cloud
Ich habe nicht in Ihrem Namen geschrieben, denn ich zähle Sie nicht zum Westen. Ich bin auch nicht daran interessiert, mich mit jemandem auseinanderzusetzen, der zur Lösung internationaler Probleme infantile Vorschläge bringt, wie z.B. diese mit Gemüsehändlern zu besprechen.
Übrigens: Ich habe mit Sicherheit mit wesentlich mehr Moslems diskutiert als Sie. Unter der Oberfläche kommt meist schnell das wahre Gesicht raus, das man allerdings nicht erkennt, wenn man ideologisch verblendet und naiv ist und so beschwichtigend vorgeht, dass keine Notwendigkeit besteht, es zu zeigen.
Wenn Sie korrekt gelesen hätten, hätten Sie auch erfasst, dass es sich um den VORSCHLAG zu einem Dialog handelte, und zwar zu einem ehrlichen anstatt einem hinter hohlen Worthülsen versteckten Gesülze ohne Hand und Fuß, das derzeit unter “Dialog” firmiert.
Offenbar sehen Sie die Moslems, die intelligent genug sind, den Koran und die Hadithen richtig zu erfassen – und richtig ist die djihadistische Lesart, die sogenannte “moderate” hat logische Löcher wie ein Schweizer Käse – und die darüber auch nicht lügen, nicht als Menschen an, die ein Gespräch wert sind, sondern verachten diese als nebensächlich und ziehen es vor, irrelevante Dummköpfe anzuhören und sich von Lügnern einseifen zu lassen.
Das ist Ihr gutes Recht. Und meins ist es, das schwachsinnig zu finden.
Frieden erreicht man nicht durch Lügen und Verleugnung der Realität.
„Ich habe nicht in Ihrem Namen geschrieben, denn ich zähle Sie nicht zum Westen.“
Ihre Einstellung meiner Staatsangehörigkeit gegenüber ist relativ irrelevant…
„…der zur Lösung internationaler Probleme infantile Vorschläge bringt, wie z.B. diese mit Gemüsehändlern zu besprechen.“
Gemeint war: Ein unvoreingenommenes Bild über den realen Islam erreichen Sie vermutlich eher, wenn Sie mit „normalen“ Vertretern dieses Kulturkreises sprechen, anstatt ausschließlich ausgesprochene „Islamkritiker“ um nicht zu sagen Islamfeinde bzw. ihre Antipoden im mittleren Osten zu Rate ziehen. Der Gemüsehandler war also eine Metapher.
„Übrigens: Ich habe mit Sicherheit mit wesentlich mehr Moslems diskutiert als Sie.“
Eine pure Behauptung Ihrerseits…
„Unter der Oberfläche kommt meist schnell das wahre Gesicht raus, das man allerdings nicht erkennt, wenn man ideologisch verblendet und naiv ist und so beschwichtigend vorgeht, dass keine Notwendigkeit besteht, es zu zeigen.“
Die Gefahr besteht bei Ihrer Person allerdings ganz gewiss nicht. Ihr Argument lässt sich übrigens umgekehrt genauso auf Sie anwenden: Wenn Sie jedem türkischen Gemüsehändler (Achtung Metapher!) von vorneherein unterstellen, ein Djihadist zu sein, besteht für ihn keine Möglichkeit, zu zeigen, dass er eigentlich ein ganz netter Kerl ist. Diese ideologische Verblendung ist es, die ich Ihnen vorwerfe.
„…dass es sich um den VORSCHLAG zu einem Dialog handelte, und zwar zu einem ehrlichen anstatt einem hinter hohlen Worthülsen versteckten Gesülze ohne Hand und Fuß, das derzeit unter “Dialog” firmiert…“
Ein Vorschlag zu einem Dialog mit der fortwährenden Unterstellung, dass der Dialogpartner einen belügt (taqiyya-iert), erobern will (djihad-iert) – selbst wenn er es noch nicht mal selbst weiss? Ein Vorschlag zu einem Dialog unter ständiger Betonung der eigenen Opferrolle, Überlegenheit, zu starken Gutmütigkeit und der überlegenen Waffentechnologie? Ehrlich, Ihr Vorschlag hört sich nicht gerade sehr aussichtsreich an.
„Offenbar sehen Sie die Moslems, die intelligent genug sind, den Koran und die Hadithen richtig zu erfassen – und richtig ist die djihadistische Lesart, die sogenannte “moderate” hat logische Löcher wie ein Schweizer Käse – und die darüber auch nicht lügen, nicht als Menschen an, die ein Gespräch wert sind, sondern verachten diese als nebensächlich und ziehen es vor, irrelevante Dummköpfe anzuhören und sich von Lügnern einseifen zu lassen.“
Selbstverständlich gibt es in den muslimischen Gesellschaften, genau wie in den westlichen nur eine einzige Auslegung der Religion bzw. der Wahrheit. Und Sie, Frau Eisvogel, kennen nicht nur die unsrige, sondern auch die ihre. Ganz besonders apart finde ich auch Ihre Feststellung, eine Religionsauslegung hätte logische Löcher. Wie lange mussten Sie Theologie und Physik studieren, um zu dieser revolutionären Erkenntnis zu gelangen?
„Das ist Ihr gutes Recht. Und meins ist es, das schwachsinnig zu finden.
Frieden erreicht man nicht durch Lügen und Verleugnung der Realität.“
Für beide Aussagen haben Sie meine volle Unterstützung!
Mit dem letzten Satz können wir es belassen.
Nur noch Anmerkungen:
Der Begriff “Westen” ist zugegebenermaßen etwas schwammig, mir gefällt er auch nicht so recht – ich habe aber auch noch keinen besseren gefunden. Eine Staatsbürgerschaft bezeichnet er aber auf keinen Fall.
Ich unterestelle keineswegs jedem Moslem, ein Djihadist zu sein. Ich benehme mich auch Moslems, die ich im täglichen Leben treffe, gegenüber freundlich. Ich kann zwischen Menschen und einer Ideologie unterscheiden. Jede Ideologie hat linientreue und laxe Anhänger. Ich halte es nicht für sinnvoll, sie nach den laxen zu beurteilen.
Wie Sie wollen. Eine politische Auseinandersetzung mit “neokonservativer Islamkritik”, wie ich sie auch von Ihrer Seite zu vernehmen glaube, ist mir aber sehr wichtig. Deswegen habe ich Ihren Text angegriffen – gemeint war nicht Ihre Person (dazu habe ich auch kein Recht).
Was Ihre Anmerkungen angeht: Nein, Sie unterstellen nicht jedem Muslim, Djihadist zu sein. In Ihrem Text bezeichnen Sie sie als Kolonisten, die “…nicht wissen, dass sie als Kolonisten fungieren…”, als “…islamische Migranten, die wir für gar nichts brauchen, [die wir] mittels Sozialleistungen durchfüttern…” und in Ihrem ersten Kommentar (im Umkehrschluss) als “…Moslems, die [nicht] intelligent genug sind, den Koran und die Hadithen richtig zu erfassen…” Dieser Ihr Kunstgriff ist sogar noch schlimmer und menschenverachtener, denn: Dass jeder Muslim ein Djihadist sei, würde sich sehr schnell negieren lassen. Mit Ihrer Annahme entfällt jedoch jede Beweisbarkeit. Sie stellen harmlose Menschen unter einen Generalverdacht, ohne das diese je etwas dazu getan haben oder tun müssten.
Wenn Sie sich mit dem politischen Islam als Ideologie auseinandersetzen würden, wäre Ihr Text nicht an “die Muslime” addressiert und es würden Namen wie Sayid Qutb (wie auch immer man das schreibt) oder Muslimbruderschaft auftauchen.
“Was Ihre Anmerkungen angeht: Nein, Sie unterstellen nicht jedem Muslim, Djihadist zu sein. In Ihrem Text bezeichnen Sie sie … als “…Moslems, die [nicht] intelligent genug sind, den Koran und die Hadithen richtig zu erfassen…” … Sie stellen harmlose Menschen unter einen Generalverdacht, ohne das diese je etwas dazu getan haben oder tun müssten.”
Offenbar sind derartige “Generalverdachte” näher an der Wahrheit als Ihr bemühter Versuch, hier Schönwetter für den Islam zu machen. Übrigens sind Pauschalisierungen überhaupt nichts Schlimmes, jeder tut’s, weil wir sonst in den Differenzierungen versinken und zur Untätigkeit verdammt wären. Wahrscheinlich haben Sie noch nie pauschal “DIE Amis” oder “DIE Männer/DIE Frauen” gesagt und sind gegen derlei Verallgemeinerungen immer gleich mit viel Differenzierungsmaterial eingeschritten – Sie dürften viel zu tun haben.
Warum der von Ihnen angeprangerte “Generalverdacht” vielleicht ganz richtig liegt, finden Sie hier.
Wortwörtliche Widergabe eines Wortwechsels zwischen Michel Friedman (Moderator) und Amadiyya-Imam Hadayatullah Hübsch,gesendet im März 2007 auf (wenn ich nicht irre) N24 (nach dem Mitschnitt; die Worte sind so gefallen und können leicht aus der nachstehend ergoogelten Forumsdiskussion zurückverfolgt werden: http://209.85.135.104/search?q=cache:uzLL7oyo-3QJ:www.shia-forum.de/lofiversion/index.php/t6621.html+schrank,+analphabeten,+koran,+h%C3%BCbsch,+friedman&hl=de&ct=clnk&cd=3&gl=de):
“Friedman: Wenn ich [im Koran] lese, daß wenn eine Frau dir widerspricht, dann schlag sie…
Hübsch: Das steht da nicht!
Friedman: Es steht… Soll ich’s Ihnen noch mal vorlesen?
Hübsch: Bitte Herr Friedman! Dieser Vers ist Ursache für Dutzende und Aberdutzende von Doktorarbeiten und…
Friedman: Aber ein normaler, durchschnittlicher Moslem liest keine Doktorarbeiten sondern liest den Satz!
Hübsch: Nein, der liest ihn gar nicht, weil er meistens Analphabet ist oder den Koran auf dem Schrank liegen hat und nicht reinguckt.”
Der Moslem und Koranverteidiger Hübsch – ein Generalverdächtiger?
Sehen Sie, so kann’s gehen – und auch Sie sind nur ein/e einäugige/r Ideologe/in, glauben aber, mit einer moralisch reineren Autorität zu sprechen. Der immer in Diskussionen mit Islamgegnern zentrale Pauschalisierungsvorwurf ist nichts anderes als die von einigen ostdeutschen Bürgermeistern abgeschaute Rechtsfertigungsphrase, wonach rechtsradikale Untaten in ihren Städten nur “Einzelfälle” seien und man nicht – genau! -”pauschalisieren” dürfe.
Wenn das kommt, dann weiß jeder, daß die Scheune brennt…
Holler
Sehen Sie, Herr Holler, Sie haben mir gesagt, was mein Problem ist, jetzt sage ich Ihnen, was Ihr Problem ist: Sie haben den Text nicht gelesen, aus dem die von Ihnen zitierte Textstelle stammt. An keiner Stelle habe ich mich auf den Koran bezogen. Das Verhalten von 1,3 Mrd. Muslimen ausschließlich nach dem Koran zu beurteilen, halte ich (je nachdem wer das tut) entweder für sehr dumm oder für sehr demagogisch. Für Menschen, die religiöse Texte als uninterpretierbares „Wort Gottes“ einstufen, gilt das gleiche. Diesen Fundamentalisten aber räumt Frau Eisvogel aber die uneingeschränkte Deutungshoheit über die Gesamtheit der Muslime ein. Alle Nicht-Fundamentalisten bezeichnet sie u. a. als „…Moslems, die [nicht] intelligent genug sind, den Koran und die Hadithen richtig zu erfassen…” und Kolonisten, die “…nicht wissen, dass sie als Kolonisten fungieren…” aka ferngesteuerte Handlanger ihrer islamistischen „Herren“, die offenbar über Mrd. Menschen eine Art geheime Gedankenkontrolle ausüben. Dagegen bezog sich mein obiger Kommentar.
Ihre Einfügung des Interviews zwischen Herrn Friedmann und Herrn Hübsch illustriert obige Anschauung noch einmal. Herr Friedmann tut genau das, was Fundamentalisten tun, er versucht, Hübsch wörtlich auf ein Koranzitat festzunageln – und dies dann seinem Gegenüber (einem moderaten Muslim, nehm ich mal an) vorzuwerfen. Herr Hübsch durchschaut das nicht so und will auf die Interpretierbarkeit des Korans hinweisen. Geschickter hätte er einfach ein archaisches Zitat aus dem Alten Testament Herrn Friedmann an den Kopf werfen sollen. Ich vermute allerdings, das hätte Ihnen auch wieder nicht gepasst, nicht wahr?
Im übrigen bitte ich Sie, Unterstellungen zu lassen bzw. diese zu begründen. WO mache ich „Schönwetter für den Islam“, WANN entlarvte ich mich als „einäugiger Ideologe“, WO nahm ich mir heraus „mit einer moralisch reineren Autorität zu sprechen“. Die einzige „reinere Autorität“ ist die des besseren Arguments. Sich solcher zu bedienen, bitte ich Sie doch sehr.
Dann nehmen wir den Eisvogel mal auseinander:
Ich habe nicht in Ihrem Namen geschrieben, denn ich zähle Sie nicht zum Westen.
Was du zählst, ist vollkommen irrelevant. Die Koordinaten entscheiden. “Der Westen” ist kein ideologisches Konstrukt. Er ist einfach nur eine leere Phrase, nichts weiter. Bezeichnend, dass Du darauf reinfällst.
Ich bin auch nicht daran interessiert, mich mit jemandem auseinanderzusetzen, der zur Lösung internationaler Probleme infantile Vorschläge bringt, wie z.B. diese mit Gemüsehändlern zu besprechen.
Gelogen. Der unbeholfene, grobschlächtige Antwortbrief ist der Gegenwbeweis.
Übrigens: Ich habe mit Sicherheit mit wesentlich mehr Moslems diskutiert als Sie.
Gelogen. Warum sollten Moslems mit [Kultur-] Rassisten diskutieren? (edit: wenn, dann nur wahrheitsgemäße Beleidigungen)
Unter der Oberfläche kommt meist schnell das wahre Gesicht raus, das man allerdings nicht erkennt, wenn man ideologisch verblendet und naiv ist und so beschwichtigend vorgeht, dass keine Notwendigkeit besteht, es zu zeigen.
Beweis für o.a. Lüge. Delinquentin hat noch nie mit einem einzigen Moslem auch nur ein Wort geredet, qed.
Wenn Sie korrekt gelesen hätten, hätten Sie auch erfasst, dass es sich um den VORSCHLAG zu einem Dialog handelte, und zwar zu einem ehrlichen anstatt einem hinter hohlen Worthülsen versteckten Gesülze ohne Hand und Fuß, das derzeit unter “Dialog” firmiert.
Schamlose Frechheiten münden im Ende jeglicher Dialogmöglichkeit. Es unterscheidet Menschen von Steinen, dies zu erkennen.
Offenbar sehen Sie die Moslems, die intelligent genug sind, den Koran und die Hadithen richtig zu erfassen – und richtig ist die djihadistische Lesart, die sogenannte “moderate” hat logische Löcher wie ein Schweizer Käse -
Logik in der Religion? Wohl auf XXX, was? (edit: keine Unterstellungen!)
und die darüber auch nicht lügen, nicht als Menschen an, die ein Gespräch wert sind, sondern verachten diese als nebensächlich und ziehen es vor, irrelevante Dummköpfe anzuhören und sich von Lügnern einseifen zu lassen.
Nein. Gelogen.
Das ist Ihr gutes Recht. Und meins ist es, das schwachsinnig zu finden.
Damit enden Deine Rechte keineswegs. Desweiteren lässt sich aus den Gesetzen extrapolieren, dass man das Recht hat, ein XXX zu sein, solange man nur XXX wie Brot ist.
Frieden erreicht man nicht durch Lügen und Verleugnung der
Realität.
Möge Dir das Wort “Frieden” in deinem Munde schlimmste Verätzungen zufügen. Den Teufel verätzt das Weihwasser doch auch, oder?
Im Übrigen wirst DU mich im Falle einer Antwort mit “Sie” ansprechen oder nicht gelesen werden.
Und das Gestammel von Koraninterpretationen durch XXX Frauen sei mal bösartig kommentiert mit diesem folgenden Satz: (edit: keine Beleidigungen!)
1 Kor. 14,33: “Denn Gott ist nicht ein Gott der dUnordnung, sondern des Friedens. Wie in allen Gemeinden der Heiligen sollen die Frauen schweigen in der Gemeindeversammlung; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. Wollen sie aber etwas lernen, so sollen sie daheim ihre Männer fragen. Es steht der Frau schlecht an, in der Gemeinde zu reden. Oder ist das Wort Gottes von euch ausgegangen? Oder ist’s allein zu euch gekommen?”
nachtrag eisvogel:
“Ich benehme mich auch Moslems, die ich im täglichen Leben treffe, gegenüber freundlich.”
zu lesen wie:
“obwohl sie moslems sind, benehme ich…”
“egal”
Sie schreiben: „Schamlose Frechheiten münden im Ende jeglicher Dialogmöglichkeit. Es unterscheidet Menschen von Steinen, dies zu erkennen.“ Das gefällt mir wirklich sehr gut. Und es trifft auf Frau Eisvogel in ihrem Umgang mit „den Muslimen“ zu. Auf Sie selbst, Herr/Frau Egal, allerdings auch, wenn Sie ehrlich sind. Auch wenn wir inhaltlich wohl im wesentlichen d’Accord gehen: Frau Eisvogel mag eine Ideologin sein und Menschen eines bestimmten Kulturkreises grundsätzlich hassen, aber mit Diffamierungen und Unterstellungen zu arbeiten, wie Lügnerin, Delinquentin, dumm, Schwein, arbeitslose, einsame Frau – das ist schlechter Stil, davon distanziere ich mich. Und was soll das bringen? Meinen Sie, damit erreichen Sie irgendwas? Und ich bitte Sie: „…DU (wirst) mich im Falle einer Antwort mit “Sie” ansprechen oder nicht gelesen werden.“ Das ist doch hochgradig albern bis an die Grenze des Pubertären.
Ihr Nachtrag dagegen trifft den Nagel auf den Kopf…
Gruß – red.cloud (admin)
P.S. Ich glaube nicht, dass Frau Eisvogel hier nochmal vorbeischaut
„…DU (wirst) mich im Falle einer Antwort mit “Sie” ansprechen oder nicht gelesen werden.“
Das war überhaupt das ALLERBESTE! Ich lach selber über mich!
Auf alle anderen Schimpfwörter bin ich ebenso stolz. Ab zum Schriftsetzer in der STRAFKOLONIE mit den Wörtern.
„Ich lach selbst über mich…“ Damit sind Sie gegenüber verkniffenen Ideologen und Menschenhassern wie… (ich nenn mal keine Namen) klar im Vorteil.
Um den rassistischen Hintergrund solcherart “offener Briefe“, an denen sich auch realsatirisch begnadete Talente wie Frau Eisvogel in dritter Instanz versuchen, freizulegen, reicht es schon, die Anrede im Brief auf “Liebe Juden (Ihr und wir – wir sind Feinde)“ umzustellen.
Die Matrix derlei Postwurfpropaganda ist übrigens hier zu finden …
http://www.danishmuhammedcartoons.com/Apology.html
… und wurde bereits von dem großartigen Tucholsky-Imitator und Börne-Parodisten Henryk M. Broder adaptiert …
http://www.gkpn.de/Broder_Islamismus.pdf
@ egal
Es besteht überhaupt keine Notwendigkeit, das intellektuell insuffiziente Niveau von Frau Eisvogel argumentativ mit sprachlich vulgären Herabsetzungen zu unterbieten.
es besteht aber der innere bedarf
„Final Cut“
Sie haben natürlich recht. Da die benannte Dame einer ethnischen Minderheit Weltvernichtungspläne andichtet und diese für so ziemlich alles Übel unserer Welt verantwortlich macht, ist eine Vergleichbarkeit zum Antisemitismus durchaus gegeben. Dieser Begriff ist allerdings heutzutage ein echtes Nullwort: Für einen Herrn Broder ist schon eine Taube, die ihm auf den Kopf kackt, antisemitisch. Für „Antideutsche“, Neokonservative, „Islamkritiker“ u. a. selbsternannte Israelfreunde ist jeder leiseste Hauch eines Zweifels an der per definitionem richtigen Politik Israels antisemitisch. Für Neoliberale ist der leiseste Verdacht, dass die weltweite „Industrie“ der Finanzspekulanten evt. Einfluss auf die Politik haben könnte, antisemitisch…
Ich zitiere mal arnehoffmann(.blogspot.com), der dazu sehr treffend bemerkte:
„Dass Antisemitismus früher mal ein ernsthafter Vorwurf gewesen war, geht bei all diesem Instrumentalisieren schon ein wenig unter. Früher hieß „Antisemit“ noch „Da ist einer, der Juden hasst“. Heute bedeutet es vielfach: „Da ist einer, den mag ich nicht so.“ Die echten Judenhasser werden für diese Banalisierung sehr dankbar sein.“
Ich weiß red.cloud.
Bei dem Versuch, die israelische Politik (oder auch den Irakkrieg) gegen jedwede Kritik zu immunisieren, wird der Vorwurf des Antisemitismus so inflationär gebraucht, dass er sich selbst entwertet und ins Unernsthafte umschlägt. Derart unbrauchbar gemacht, steht er gegen den realen rassistischen Judenhass nicht mehr zur Verfügung. Gerade die Antideutschen, die die Realität ja bekanntlich nur noch als Belästigung wahrnehmen, haben einen wesentlichen Teil zu dieser Entwicklung beigetragen. Große Verdienste um die Antisemitismusaufklärung darf der Wünschelrutengänger Broder für sich verbuchen, der sich nun mit der Islamismusaufklärung einen weiteren Broderwerb gesichert hat. Man muss der Dame E. attestieren, den Broder wie auch Ulfkotte, Küntzel etc. so gut verstanden zu haben, dass sie weiß, welchen Kurs sie fliegen muss, um bei den Islamhassern fröhlich mitzwitschern zu können. Meiner Ansicht nach, haben wir es hier mit einem Paradigmenwechsel vom Antisemitismus zum Antiislamismus zu tun, der notwendig ist, um den Imperialisten das verloren gegangene (notwendige) Feindbild des Kommunismus durch das Feindbild “Islam“ zu ersetzen.
Final Cut
Natürlich wissen Sie. Ich bin aber erst seit einem Jahr Blogger, und posaune solche Dinge, wenn ich sie erstmal für mich rausgefunden habe, noch stolz heraus, obwohl sie keinesfalls neu sind… Auch was die überaus überzeugend kritisch theoretisierten Diskussionen der West-Linken betrifft, die schließlich zur Ausbildung der “Antideutschen” führte, da bin ich als armer, kleiner Ossi einfach verwirrt.
Dass die Neocons das Feindbild “Kommunismus” durch das Feindbild “Islam“ ersetzen wollen, glaube ich auch. Sooo neu ist das schließlich nicht, auch der spätestens seit Mitte der 1970er Jahre durch und durch marode Ostblock ist ja (stellenweise sogar durch diesselben Politiker, z. B. Rumsfeld) immer stärker geredet worden, als man es hätte wissen können. Die entsprechenden Analytiker im Kreml sind wahrscheinlich höchst überrascht gewesen, was sie da aus entsprechenden Statements so erfuhren.
Beeindruckend, die Hybris dieses Briefes. Ich glaube, ich schreib demnächst mal nen offenen Brief an China, und wenn die nicht antworten, sind sie überführt. Welchen Vergehens überlege ich mir noch.
Schön übrigens auch das Wikipedia-Zitat. Was steht dort eigentlich unter “komplett durchgeknallt”?
Case closed.
Also ehrlich gesagt , mich als Muslimen nerven derartig geschmackslose Angriffe auf “die Muslime” auch sehr … aber trotz allem sollte man nicht auf das Niveau dieser Typen fallen .
Leider wird mit jedem Tag ein weiterer Schritt hin zum Abgrund von diesem Klientel begangen und man sollte sich wirklich überlegen was man gegen diese alltägliche Hetze mit Halb- und Unwahrheiten tun kann .
Dieses extreme Zündeln hat heute schon messbare Folgen und wird in Zukunft das Miteinander aller Menschen noch mehr vergiften .
Durch Sähung von Hass und Ängsten sollen diese teilweise wirklich vorhandenen Probleme gelöst werden können ???
Es wird genau das Gegenteil bewirken …
Leider habe ich das Gefühl , dass den Anti-Muslimen der Gegenwart das sehr wohl bewusst ist und sie es der Feindschaft wegen machen .
BTW: interessanter Blog Berta … Lese nun ab und an mit …
Viele Grüsse und vielen Dank für eure Energien
Für allseitigen Respekt und ein freundschaftliches Miteinander aller Menschen in dieser , einen Welt .
Reseller
reseller
Ich will mir gar nicht vorstellen, was Muslime empfinden, wenn sie die Ausbrüche aufgestauter deutscher Kleinbürgerlichkeit auf Seiten wie PI lesen. An Absurdität kaum zu überbieten und tatsächlich mit deutlichen Berührungspunkten zum Antisemitismus, wird dort so getan, als wären Muslime nicht längst Teil der westlichen (und deutschen) Gesellschaft.
Ich teile Ihre Einschätzung, dass diese Form der “Islamkritik” bereits in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Ein Herr Broder würde sich zwar von der obigen Prämisse distanzieren, zwischen den Zeilen, die Meinungsmacher wie er in der deutschen Mainstreampresse schreiben, lässt sich ein solches Resümee aber durchaus ziehen. Zumindest werkeln auch gesellschaftlich bedeutende Kreise eifrigist am “Feindbild Islam” mit. Die “Sähung von Hass und Ängsten” zwischen angeblich oder tatsächlich verschiedenen kulturellen Gruppen ist ein typisches Symptom, wenn sich große soziale Probleme auftürmen.
Trotzdem denke und hoffe ich, dass Muslime gerade in Deutschland (v. a. in meiner besten, größten und schönsten Heimatstadt der Welt, Berlin) keinen Grund haben sollten, sich nicht willkommen zu fühlen.
Tja, ich muß schon sagen, ich finde es von Eisvogel sehr mutig hier zu kommentieren, wo sie sich doch in ein anderes und von ihrer Anhängerschaft ungeschütztes Meinungshoheitsgebiet völlig alleine vorwagen muss. Was begründet diesen Mut? Ich glaube das das Schlüsselwort Bestürzung ist. Der 11.September und aufgehängte Homosexuelle im Iran sind nicht wegzuleugnen und die natürliche Reaktion darauf ist Bestürzung. Die Twin-Tower zieren als ständige Erinnerung ihren Blog. Sie spürt das Verlangen dagegen vorgehen zu wollen und aus der Ohnmacht ihrer Bestürzung hat sie eine Handlungsnotwendigkeit gezimmert, indem sie meint, das das Übel bereits im Koran angelegt ist und das jeder der sich dazu bekennt, ein Klima aufrechterhält aus der gewaltbereite Menschen hervorgehen. Sie bleibt nicht beim schuldig Handelndem, sondern sieht eine ganze Religion als Verursacher an.
Nun bin ich Atheist und kann mit keiner Religion besonders viel anfangen. Inspiration habe ich nur beim Buddhismus gespürt, aber auch der hat seine ungerechten Seiten bei aller Friedfertigkeit und Gewaltlosigkeit. Die Idee das negative Erfahrungen etwas mit negativ angesammelten Karma zu tun haben müssen und das sogar verursacht aus einem früheren Leben, macht aus jedem Opfer einen Menschen, der sein Unglück selbst angezogen hat und das kann nur zu ungerechten Betrachtungen führen. Aber immerhin hat Buddah dazu aufgefordert seine Worte zu prüfen und nicht unhinterfragt anzunehmen, was ein Novum im religiösen Angebot ist. Auch vor seinem Tod hat er gesagt, das er immer noch die Wahrheit sucht. Andere Religionsstifter sind anders aufgetreten und hatten nichts gegen die absolute Verwendung ihrer Worte. Über sie soll ein göttlicher Wille zu uns gelangt sein, der Wille des Allerschaffers. Nun sieht man diesen staubigen Büchern zwar sofort an, das sie den Horizont ihrer zeitlichen Erschaffung auch nicht sprengen konnten und das das kein um unsere Natur wissender Hintergrund ist, aber es gibt nun mal eine beträchtliche Anzahl von Menschen, deren Verstand sich weigert, diese Welt aus sich selbst heraus erschaffen begreifen zu wollen und die für die Vielgestaltigkeit einen Gott verantwortlich sehen wollen. Und die Idee er hätte sich schon einmal geäußert, macht sie zu Anhängern einer Religion. Es dürfte dann natürlich sein zum eigenen kulturellen Hintergrund zu greifen. Die meisten Moslems sind nicht koranfest, genausowenig wie die meisten Christen bibelfest sind. Es manifestiert sich meist ein einfacher Glaube nach einem lieben, gerechten und uns wohlgesinnten Gottes, der Freude an seiner Schöpfung hatte. Der einfache Gemüsehändler wird darunter sein.
Leute wie Eisvogel bleiben in einer Welt der Bestürzung gefangen. Auch die Leser von Pi machen über die Eingangsartikel ständig die Erfahrung der Bestürzung. Dieses Dauerfeuer verursacht einen emotionalen Coktail, indem einfachste Reaktionen, zum Beispiel nach Kampf und Gegenwehr, bestimmend werden. Hass kann sich einnisten und eine Feindbildbereitschaft.
Ein besonnener Mensch achtet auf seine Reaktionen und hat auch ein feines Wissen dafür, welchen Einflüssen man sich aussetzen darf und bei welchen man vorsichtig werden muss. Jetzt sorgt aber dieses blöde Bild von Gerechtigkeit dafür, das man sich keine emotionalen Zügel anlegt. Wir sprechen zum Beispiel von einem gerechten Zorn und halten es nicht für bedenklich, wenn, falls diese Bedingung gegeben erscheint, man darin zu verweilen beginnt. Kampf fordert Ausdauer und einen emotionalen Antrieb. Gepuscht vorzugehen erscheint gerechtfertigt. Jede Emotion erschafft aber andere Empfänglichkeiten und Nähen zu bestimmten dann auftretenen Gedanken. Es geht die Kraft verloren, die eine Sicht aus einer ausgeglichenen Lage hervorbringt. Wir werden zu Opfern unserer eigenen Emotionen, wenn wir unsere Bezüge nicht wechseln können, um so Vergleichsmaßstäbe zu erhalten. Die Realität verschwimmt uns.
Eisvogel befindet sich in einem emotionalen Dauerzustand und das kann nur ungesund werden. Sie wird nicht begreifen, das es ihr Gerechtigkeitsempfinden ist, was sie ungerecht macht.
Na ja, Worte von einem, der nie aufhört etwas verstehen zu wollen, selbst wenn es unappetitlich wird. Ich bin in dem naiven Glauben gefangen, das es möglich sein muss jeden Menschen zu erreichen, außer Gehirnschäden machen es unmöglich. Es kann eigentlich nicht sein, das wir alle so unterschiedlich sind.
Es freut mich die vielen guten Kommentare gelesen zu haben. Red Cloud stiftet einen guten Geist!
Ich danke Ihnen Red Cloud, dass Sie zeigen das es auch noch vernünftige Menschen gibt die Toleranz und Intelligenz besitzen…
Ich weiß nicht wie es manchen Leuten immer einfällt
a) Alles und Alle über einen Kamm zu scheren
und b)Religion mit Ländern/ Mächten zu vergleichen.
Wir halten doch mal fest das der Islam erine Religion ist und der Westen sind Länder. Folglich ist das eine eine Sache der Politik und das andere eine Lebenseinstellung…
Zudem soll die Dame doch tatsächlich in Ihrem eigenen Namen sprechen… statt einfach eine ganze Nation zu repräsentieren…
und ehrlich gesagt ist es mir total egal ob sie mit vielen muslimen geredet hat oder nicht
So radikal wie sie das sagt könnte man dasslbe machen und sagen jetzt geht das 3. Reich wieder los …nur richtet es sich diemal gegen Muslime….aber ich bin zum Glück nicht so engstirnig!!!
@Holler:
Tagtäglich darf ich mich vor solchen Vorwürfen rechtfertigen:
“Friedman: Wenn ich [im Koran] lese, daß wenn eine Frau dir widerspricht, dann schlag sie…”
Ich hoffe Sie haben die Stelle im Koran gelesen und können mir auch den Kontext dazu nennen, aber ich denke wohl eher nicht…
Diese Koranstelle wird von einem richtigen Muslim auch richtig verstanden vor allem weil ein richtiger Muslim den ganzen Koran kennt und nicht nur diese eine Stelle…
wir unterhalten uns noch einmal wenn Sie den Koran gelesen haben…
Mit Freundlichen Grüßen
Tatsächlich ist es so das viele Muslime die Konversation meiden, weil wir erstens Angriffe auf unsere Religion als Werk des Shaytans sehen und zweitens es für uns da nichts zum Diskutieren gibt.
Außerdem lesen sie doch mal das Alte Testament da wird die Frau sogar nur als Hab und Gut bezeichnet!!! Im Koran steht aber die Frau
Und was sind das für Stimmen? Mir wird jedenfalls immer schlecht, wenn sich Menschen unhinterfragt nach Regeln ausrichten wollen, weil sie angeblich von Gott gegeben sein sollen. Bitte, wenn Gott etwas ändern wollte, bräuchte er keine Propheten, seltsam ausgewählte, die er einem Zwiegespräch unterziehen wollte, und könnte seine Allmacht darauf verwenden sich uns allen gleichzeitig zu zeigen. Da dies nie passiert ist, spricht vieles für den Mitteilungsdrang eines psychisch kranken Menschen, wie z.B. einem Stimmenhörer. Von einem Gott aus gedacht, ist es jedenfalls völlig sinnlos auf Einzelne einwirken zu wollen.
http://hpd.de/node/3342
Red Cloud schreibt über Eisvogel, Red Cloud schreibt über PI. Der eingangs des Artikels zitierte und einer Analyse unterzogene Text von Eisvogel, wurde auch auf PI veröffentlicht. Wer sich bis in den Kommentarbereich hineinliest, beachte den Feindbilbreflex. Alle sind froh ein Feindbild bestätigt zu bekommen.
http://www.pi-news.net/2008/03/fundsache-liebe-moslems-wir-sind-feinde/
Und wie auch auf diesem Blog, Eisvogel meldet sich zu Wort.
@fragezeichen: wer sagt denn das ich meine Religion nicht hinterfrage???Ich bin aus überzeugung Christ und wenn sie irgendeinen Beweis haben der etwas das im Koran steht eiderlegt werde ich ihn mir gerne anhören. Jedoch werden Sie keinen finden. Was wär ich für eine muslimin wenn ich mir keine Gedanken machen würde warum ich dies und dies befolge?
Mir wirds immer schlecht wenn Menschen rumphilosophieren und im prinzip keine Ahnung haben!
snow white
Über Sie weiß ich doch gar nichts. Warum sollte ich annehmen das sie Ihre Religion nicht hinterfragen? Mir sind da sicherlich einige Pauschalisierungen durchgerutscht, auf die Sie jetzt reagiert haben.
Mir ging es wohl mehr darum an welche Maßstäbe man sein Denken und Empfinden anlegt. Ich wünsche mir dabei das sich die Erkenntnisse aus der Psychologie durchsetzen und diese nicht deshalb ausgegrenzt werden, weil man sich bereits im Besitz von Geistesanleitungen wähnt, die aus irgendeiner Religion gespeist wurden und keiner Ergänzung zu bedürfen scheinen, weil man sie für vollständig hält. Um seine Meinungen und Ansichten wird der Mensch immer ringen. Aber was wird zur Anlehnung und Anregung aufgegriffen? Wenn Buchbesitzer meinen sie bräuchten im Prinzip keine weiteren Anleitungen, dann tun sie mir leid.
Beweise will ich gar nicht konstruieren. Interessant fand ich mal einen Anschlag in einer Psychatrie, in der über Stimmenhörer aufgeklärt wurde, der eine Aufzählung über bekannte Stimmenhörer folgte, zu der auch Mohammed gezählt wurde. Nimmt man das an, stürzt natürlich das ganze Gebäude ein. Oder was würden Sie daraus machen, nachdem Sie sich dazu informiert haben ?
http://www.stimmenhoeren.de/
Schauen Sie auch mal im Forum nach:
http://6499.forendienst.de/c760975b183b900733dead912b65451b/
snow white
Wenn Ihnen nach Beweisen dürstet, können Sie sich ja mal hiermit rumschlagen:
http://www.dittmar-online.net/religion/theodizee.html
http://www.dittmar-online.net/print/gott.html